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Trendumfrage: Start-ups zuversichtlich wie vor der Krise

19.03.2021
Deutsche Start-ups geben an, so zukunftsoptimistisch zu sein wie vor der Pandemie. Dies ist das Ergebnis einer Trendumfrage am Lehrstuhl für Wirtschaftspsychologie und Führung an der Handelshochschule Leipzig (HHL) zur Jahreswende 2020/21.

Besonders optimistisch äußern sich dabei Gründende in den Bereichen Medizin, Gesundheit, Biotechnologie und IT/Technologie. Während der Geschäftsklima Saldo 2019 im ersten Krisenjahr gemäß dem Deutschen Startup Monitor bei 31,8 lag, ermittelt die Trendumfrage nun einen Wert von 50,6. Dieser Wert liegt etwa auf dem Niveau von 2019 (52,9). Der Saldo gibt Auskunft über die Selbst-Einschätzung der Unternehmen in der
aktuellen Lage und über ihre Entwicklungsaussichten. Die aktuellen Zahlen deuten auf eine starke Erholung in Richtung des Vorkrisenniveaus.

Die befragten Gründer geben dabei unterschiedliche Gründe an. „Ein wesentlicher Treiber ist nach unserer Beobachtung die Gemeinwohlorientierung der jungen Firmen, die ihrem Handeln gerade in der Krise Richtung und Akzeptanz verleiht.“, so Studienleiter Prof. Dr. Timo Meynhardt. „In diesen Start-ups wird mutig Zukunft gemacht. Das ist auch für Investoren zunehmend attraktiv.“ Für Timo Meynhardt sind Nachhaltigkeit,
Verantwortung und Gemeinwohl die langfristig bestimmenden Themen für die Wirtschaft. Die Pandemie wirkt seiner Ansicht nach als Katalysator, der diesen Trend verstärkt.

Zum Download: Trendumfrage: Start-ups in der Pandemie

Gemeinwohl und Public Value Award für junge Unternehmen

Timo Meynhardt ist Inhaber des Dr. Arend Oetker Lehrstuhls für Wirtschaftspsychologie und Führung an der Handelshochschule Leipzig (HHL) und forscht unter anderem zu Public Value Management (Gemeinwohl). Das Gemeinwohlkonzept des Lehrstuhls soll dazu dienen, zentrale Fragen dazu, wie systemrelevant und wie wirtschaftlich es ist, gemeinwohl-orientiert zu wirtschaften, wissenschaftlich fundiert zu beantworten.
Regelmäßig richtet der Lehrstuhl seit 2016 in diesem Zusammenhang mit der Wirtschaftsprüfungsgellschaft EY, und neuerdings auch mit der Stadt Leipzig und ZEISS einen Wettbewerb für gemeinwohlorientierte Jungunternehmen aus. Corona-bedingt musste der Public Value Award 2020 ausgesetzt werden und geht in diesem Jahr in die fünfte Runde. Träger des Wettbewerbs ist künftig der gemeinnützige Verein Forum
Gemeinwohl e.V., der sich als Impulsgeber und Dialogpartner für die wissenschaftlich orientierte Auseinandersetzung mit Gemeinwohlfragen versteht.
Junge Unternehmer können sich mit ihren Geschäftsideen ab April 2021 für den Public Value Award 2021 bewerben. Eine namhafte Jury bewertet den Gemeinwohlbeitrag ihrer Geschäftsmodelle. Dabei steht zusätzlich zum wirtschaftlichen Potenzial der Idee die ganzheitliche Bewertung im Fokus, wie z.B. die Innovationskraft zur Lösung gesellschaftlicher Fragestellungen, die Wirkung auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt
oder der Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität oder das moralisch-ethische Verhalten.

Quelle: Pressemitteilung HHL von 19.03.2021