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Sachsen bewirbt sich um millionenschwere EU-Förderung

27.04.2018
„Coordination and Support Action“ Personalisierte Medizin

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) bewirbt sich für den Freistaat Sachsen gemeinsam mit anderen europäischen Regionen um eine millionenschwere EU-Förderung zur Etablierung einer europäischen Plattform für Personalisierte Medizin. Von 2019 an wollen fünf Regionen aus Italien, Spanien, Polen und Deutschland gemeinsam ein internationales Forum schaffen, in dem sich sächsische und europäische Stakeholder aus dem Bereich Gesundheit austauschen, voneinander lernen und Pläne für die Zukunft schmieden können.
Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Dieses Bewerbungsverfahren ist für Sachsen und für Europa eine große Chance. Denn nur mit gemeinsamen Anstrengungen können wir Europäer im internationalen Wettbewerb bestehen. Der sächsische Gesundheitssektor umfasst bereits mehr als 400 Akteure. Aus Mitteln des EFRE, des ESF und dem sächsischen Haushalt werden schon heute Forschungsprojekte und anwendungsorientierte Vorhaben finanziert. Zwischen 2007 und 2017 hat Sachsen im Rahmen der „Biotechnologie/ Lebenswissenschaften Offensive“ Forschungsprojekte, Bauvorhaben und Infrastruktur für rund 535,1 Mio Euro gefördert.“
Das Projekt zur personalisierten Medizin soll aus EU-Mitteln in einer sogenannten Coordination and Support Action im europäischen Forschungsrahmenprogramm HORIZON 2020 finanziert werden. In diesem Programm investiert die Europäische Union mehr als zehn Milliarden EURO in den Bereich Gesundheit. Die Entscheidung über die Förderung wird im Sommer 2018 erwartet.
Profitieren würden insbesondere die Akteure des starken sächsischen Gesundheitssektors und nicht zuletzt die Patienten. Geplant sind zahlreiche Workshops und Konferenzen sowohl für Forscher und Vertreter von Gesundheitsinstitutionen als auch für Unternehmer und Patientengruppen. Sie bieten die Möglichkeit der Vernetzung, des Erfahrungsaustausches und des Wissenstransfers mit europäischen Repräsentanten des Themengebietes. Zu den strategischen Schwerpunkten zählen z.B. neben der europaweiten Koordinierung von Genom-Forschung und dem Umgang mit riesigen Mengen an Patientendaten auch der konkrete Einsatz von e-Health und die effektive Nutzung von Innovationsprozessen für Forschung, Industrie und Wirtschaft.
Sachsen vernetzt sich bereits jetzt erfolgreich mit Partnerländern zur Forschungsförderung. In Europäischen Forschungsnetzwerken im Bereich Lebenswissenschaften unterstützt das SMWK die Beteiligung sächsischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Spitzenverbundprojekten.

Quelle: Mitteilung des Freistaates Sachsen