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Hohe Beteiligung sächsischer Wissenschaftler an neuer Förderrunde zur industriellen Biotechnologie

26.03.2015
Wissenschaftsministerium fördert Einbindung sächsischer Wissenschaftler in europäische Forschungsprojekte mit zusätzlich 2 Millionen Euro.

Wissenschaftsministerium fördert Einbindung sächsischer Wissenschaftler in europäische Forschungsprojekte mit zusätzlich 2 Millionen Euro

Sächsische Universitäten und Forschungseinrichtungen beteiligen sich überproportional stark an der Ausschreibung des Europäischen Forschungsnetzwerkes Industrielle Biotechnologie (ERA-Net IB). Bei der im Dezember 2014 für länderübergreifende Forschungsprojekte gestarteten Ausschreibung reichten sächsische Institutionen mit ihren europäischen Partnern Anträge für insgesamt fast 12 Millionen Euro ein. An diesem transnationalen Budget beteiligt sich der Freistaat Sachsen mit bis zu zwei Millionen Euro. Forschungs- und Industriepartner der sächsischen Wissenschaftler kommen dabei vor allem aus den Niederlanden, Österreich, Belgien, Norwegen, Portugal, Polen, Rumänien und Spanien. Sechs eingereichte Projekte werden von sächsischen Universitäten und Forschungseinrichtungen sogar koordiniert.

Darüber informierte heute die Sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. „Ich freue mich, dass das Programm, mit dem wir die sächsische Biotechnologie-Initiative fortführen, so gut genutzt wird und sich sächsische Wissenschaftler dem harten europäischen Wettbewerb um die besten Projektideen stellen und damit ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit ausbauen.“

Durch die Beteiligung an den Förderprogrammen des ERA-Nets öffnet der Freistaat Sachsen Wissenschaftlern die Tür zu europäischen Konsortien und Projekten, zwar im Wettbewerb, aber gleichzeitig als gute Startposition für eine künftig erfolgreiche Teilnahme an den großen Förderprogrammen der EU - wie dem 77 Milliarden Programm „Horizon2020“.

Die Anträge werden nun in einer ersten Stufe von einer internationalen Sachverständigengruppe bis Mitte April begutachtet und die besten Anträge in die zweite Runde geschickt. Die endgültige Förderempfehlung für die Forschungskonsortien erfolgt im September. Der Start der Projekte ist für Anfang 2016 geplant.

Hintergrund:
Um die Etablierung der industriellen Biotechnologie in Europa zu stärken, haben 16 EU- und assoziierte Länder von Norwegen bis zur Türkei und von Portugal bis Russland sowie einige europäische Regionen wie Sachsen und Flandern im Rahmen des Europäischen Forschungsnetzwerkes Industrielle Biotechnologie (ERA-Net IB) (www.era-ib.net) eine gemeinsame Initiative für transnationale Forschungsprojekte gestartet. Der Freistaat Sachsen ist seit 2007 im Rahmen seiner Biotechnologie-Offensive Partner in diesem Europäischen Forschungsnetzwerk. Wegen seiner strategischen Bedeutung wird die Verwaltung des Netzwerkes von der Europäischen Kommission finanziert.

Unter industrieller Biotechnologie versteht man die Anwendung der Biotechnologie zur umweltfreundlichen Produktion und Verarbeitung von Chemikalien, Pharmaka und Materialien etwa mit Hilfe von Enzymen und Mikroorganismen. Sie wird auch als „Weiße Biotechnologie“ bezeichnet, um ihre Rolle für eine nachhaltige industrielle Produktion herauszustellen und gehört in der EU zu den Technologien, die zur Bewältigung der großen sozialen Herausforderungen in Europa beitragen.

Medieninformation des Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vom 19. März 2015