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Bundeswirtschaftsminister Rösler besucht Görlitzer Biotechnologieunternehmen Partec

10.09.2013
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Dr. Philipp Rösler lobt innovative und patientennahe rodukte: "Partec hat die Chance erkannt und genutzt" Görlitz, 10. September 2013 – Am Dienstag besuchte der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Dr.

Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Dr. Philipp Rösler lobt innovative und patientennahe Produkte: "Partec hat die Chance erkannt und genutzt"


Görlitz, 10. September 2013 – Am Dienstag besuchte der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Dr. Philipp Rösler das Görlitzer Biotechnologie- und Diagnostikunternehmen Partec im ostsächsischen Görlitz. In Gesprächen mit der Geschäftsleitung und dem Personal verschaffte sich der Minister einen Überblick über die Aktivitäten und die speziell an Entwicklungs- und Schwellenländer angepassten, in Görlitz entwickelten und hergestellten Diagnostiklösungen. Weitere Gesprächsthemen umfassten die Bereiche Internationalität und Willkommenskultur, Fachkräfteentwicklung sowie Innovations- und Technologieförderung.

Hohe Produktionstiefe als Erfolgsrezept
Nach dem Rundgang durch die Produktionsgebäude der Partec GmbH zeigte sich Bundeswirtschaftsminister Rösler vor allem von der Leistungsfähigkeit und der besonders hohen Fertigungstiefe von nahezu 100 % beeindruckt. So werden auch Elektronikboards, Feinoptikkomponenten und Lasermodule von dem Hightech-Unternehmen am Standort Görlitz selbst hergestellt.

"Biotechnologie und Medizintechnik gehören zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Deutsche Unternehmen gehören hier mit zu den Weltmarktführern. Partec hat die Chance, die in der Verbindung beider Bereiche liegt, erkannt und mit dem Angebot innovativer patientennaher Lösungen vor Ort erfolgreich genutzt", so der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Dr. Philipp Rösler. Er betonte weiter: "In Görlitz hat sich ein leistungsfähiger Industriestandort entwickelt. Um dauerhaft erfolgreich zu sein, braucht es die besten Köpfe. Die Wirtschaft, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, muss bei der Sicherung des künftigen Fachkräftebedarfs und der Etablierung einer Willkommenskultur weiter unterstützt werden. Dazu dient die Fachkräfte-Offensive der Bundesregierung."

Ausbau der Innovations- und Technologieförderung
"Der Freistaat Sachsen mit seiner international anerkannten, hervorragend aufgestellten Wissenschafts- und Forschungslandschaft bietet insgesamt sehr gute Rahmenbedingungen für Unternehmen der Hochtechnologiebranchen", so Roland Göhde, geschäftsführender Gesellschafter der Partec GmbH und Vorstandsvorsitzender des biosaxony e. V., Biotechnologie/Life Sciences-Verband des Freistaates Sachsen. "Dennoch muss man feststellen, dass die sächsische Biotechnologiebranche durch Kleinteiligkeit und eine unterkritische Schwungmasse gekennzeichnet ist. In diesem Kontext ist es wichtig, dass der Bund die Innovations- und Technologieförderung vor allem in den neuen Bundesländern künftig weiter ausbaut. Zudem müssen alle Akteure gemeinsam an Strategien in Sachen Demografiewandel arbeiten: Vor allem außerhalb der Städte Dresden und Leipzig wirkt sich dieser gravierend aus. Eine echte Willkommenskultur in Richtung internationaler Fachkräfte und Gäste ist hierbei unabdingbar."

Partec mit bedeutendem Beitrag im Kampf gegen HIV/AIDS / Kostenreduktion um 95 %
Am Standort Görlitz konzentriert sich Partec mit seinen 100 Beschäftigten wesentlich auf diagnostische Lösungen im globalen Kampf gegen HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria. Das Unternehmen konnte den Jahresumsatz in 2012 um 33 Prozent steigern. Mit allein im vergangenen Geschäftsjahr knapp 4 Millionen eingesetzten HIV/AIDS-Immunstatustests liegt der Marktanteil Partecs mittlerweile bei etwa 40 %. Bislang hat Partec 2000 Krankenhäuser mit der CyFlow-Technologie für die Immunstatusdiagnostik erfolgreich ausstatten können und arbeitet hierbei mit Gesundheitsministerien der Zielländer, aber auch direkt mit UN-Organisationen sowie mit "Ärzte ohne Grenzen" und weiteren Nichtregierungsorganisationen zusammen. In den Jahren 2008 bis 2012 kamen insgesamt über 14 Millionen Patiententests von Partec zum Einsatz. Weltweit beschäftigt das mittelständische Unternehmen, dessen Anteile vollständig von der Unternehmerfamilie Göhde gehalten werden, nahezu 200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und ist in insgesamt 127 Ländern aktiv. Bereits bei Markteintritt konnte das Unternehmen die Kosten für das bei HIV/AIDS-Patienten lebenslang benötigte Immunstatusmonitoring von laut WHO 160 Euro pro Patient und Jahr um 95 % auf lediglich 8 Euro senken.

Quelle: Pressemitteilung der Partec GmbH vom 10.9.13

Bild (v. l.): Reiner Deutschmann (MdB, FDP-Fraktion), Roland Göhde (geschäftsführender Gesellschafter Partec GmbH), Prof. Leopold Lehman (afrikanischer Niederlassungsleiter Partec Afrique Centrale), Bundesminister Dr. Philipp Rösler, Kristin Schütz (MdL, FDP-Fraktion), Daniel Breutmann (FDP), Quelle: Rainer Weisflog