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Wissenschaftsministerin Stange gratuliert Biodiversitätszentrum zum dreijährigen Bestehen

07.12.2015
Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig feiert dreijähriges Bestehen

Stange: „Strukturelle Forschungsvielfalt arbeitet für biologische Artenvielfalt“

Interdisziplinäres und internationales Forschungszentrum, Heimstatt wichtiger Professuren und globale Wissenschaftsberatung für UN-Organisationen – das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig hat in den ersten drei Jahren seines Bestehens bereits eine dynamische Entwicklung genommen. „Ich gratuliere dem iDiv für sein dreijähriges Bestehen und seine rasante Entwicklung. Der Verlust an biologischer Vielfalt ist ein Menschheitsthema geworden. Wir befinden uns mitten in einem Artensterben geologischen Ausmaßes. Umso wichtiger ist die Arbeit des Zentrums mit seiner strukturellen Vielfalt für die Erhaltung der biologischen Artenvielfalt“, erklärt Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Sie ergänzt: „Die Bedeutung des iDiv geht noch darüber hinaus. Mit der systematischen Erforschung des Rohstoffs Biodiversität wird der Beweis erbracht, dass die Menschheit mit dem Verlust von Arten tatsächlich wichtige Lebensfunktionen verliert. Denn mit dem Verlust einer Art kann auch ein wichtiger Nahrungs-, Material- oder Wirkstofflieferant verloren gehen.“

Das Forschungszentrum stellt vier Leitfragen in den Mittelpunkt seiner Arbeit: Wie lässt sich Biodiversität erfassen? Wie entsteht und erhält sie sich? Welchen Einfluss hat sie auf das Funktionieren von Ökosystemen? Wie kann sie geschützt werden? Durch die Forschungsfelder Biodiversitätstheorie, experimentelle und molekulare Interaktionsökologie, Evolution und Adaption, Biodiversität und Naturschutz, Ökosystemleistungen, Physiologische Diversität und Biodiversitätssynthese soll die Beantwortung dieser Fragen ermöglicht werden. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen der Biodiversitätsforschung soll durch ein Synthesezentrum gefördert werden und dem gesamten Gebiet zu einer kreativen Weiterentwicklung verhelfen. Die am iDiv beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen aus der Biologie, Chemie, den Geo- und Wirtschaftswissenschaftenund Informatik. Auch die Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein wesentliches Anliegen des iDiv. Aus diesem Grund ist ein integriertes Graduiertenkolleg Bestandteil des Forschungszentrums. Über die Landesgrenzen Thüringen, Sachsen-Anhalt und Freistaat Sachsen hinweg ist ein bislang bei DFG-Forschungszentren einmaliger Verbund an wissenschaftlicher Kompetenz entstanden, der national und international deutlich wahrgenommen wird.

„Das Biodiversitätszentrum ist nicht nur ein exzellentes Forschungszentrum, sondern hat in den ersten Jahren seines Bestehens bereits so viel Fachwissen bei sich vereint, dass es auch Politikberatung betreibt. Das ist für eine Institution der Grundlagenforschung nicht selbstverständlich. Es zeigt aber, wie direkt die Forschungsergebnisse bei diesem Thema in die Meinungs- und Entscheidungsfindung internationaler Organisationen einfließen müssen“, lobt Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange.

Die Universitäten Halle-Wittenberg, Jena und Leipzig hatten sich gemeinsam als Standort für ein DFG-Forschungszentrum beworben und im April 2012 vom DFG-Hauptausschuss den Zuschlag als Standort des damals siebten DFG-Forschungszentrums erhalten. Der zentrale Standort der Einrichtung mit dem Namen „German Centre of Integrative Biodiversity Research – iDiv“ ist Leipzig. In den ersten vier Jahren seines Bestehens fördert die DFG das iDiv mit einer Summe von mehr als 33 Millionen Euro.

Quelle: Medieninformation des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 03.12.2015