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Weltpremiere am Klinikum Chemnitz: millimetergenaue Implantation von Gefäßprothesen mittels eines neuartigen 3D-Gefäßnavigationssystems

14.12.2015
In der Klinik für Thorax-, Gefäß- und endovaskulären Chirurgie wurde vor wenigen Tagen erstmals in der Medizin ein Stentgraft wegen eines Aneurysmas der thorakalen Aorta mittels einer neuartigen 3D-Technik implantiert.

In der Klinik für Thorax-, Gefäß- und endovaskulären Chirurgie wurde vor wenigen Tagen erstmals in der Medizin ein Stentgraft wegen eines Aneurysmas der thorakalen Aorta mittels einer neuartigen 3D-Technik implantiert. Das dafür erforderliche neuartige Gefäßnavigationssystem (Software VesselNavigator) ist im Hybrid-Operationssaal des Gefäßzentrums des Klinikums nun für den klinischen Einsatz verfügbar. Weltweit sind nur fünf Versionen dieser komplexen Software bisher installiert, zudem wurde das Programm bislang nur für Eingriffe im Bereich der Bauchschlagader genutzt. Das Team unserer Gefäßchirurgie konnte seine Anforderungen und Erfahrungen als endovaskuläres Zentrum und aus der Arbeit in einem Hybrid-Saal bei der Software-Entwicklung einbringen , so Chefarzt Dr. Sven Seifert.

Die neue Technik erlaubt nun, bereits vorhandene CT-Aufnahmen des Patienten mit einem Mausklick zu einem 3D-Modell umzuwandeln. So können komplizierte Eingriffe im Bereich der Hauptschlagader ohne erneute Angiographie (radiologische Darstellung der Gefäße) und damit ohne weitere Kontrastmittelanwendungen durchgeführt werden. Das 3D-Modell wird hinter die während der Operation erforderlichen Röntgenuntersuchungen gelegt, sodass die Operateure die Implantation auch von komplexen Stentgraftsystemen am Modell auf den Millimeter genau vornehmen können. Das erhöht die Patientensicherheit und parallel den Behandlungserfolg. Wir freuen uns sehr, dass unsere Gefäßmediziner wie geplant die hohen Investitionen in den modernen Hybrid-OP im Klinikareal Küchwald im Sinne unserer Patienten nutzen und mit ihren Ideen und Fähigkeiten erweitern , so Dirk Balster, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums.

In Zukunft werden Simulationen während der Operation möglich sein, um den für den Patienten optimalen Stentgraft eine Gefäßprothese als Kombination aus einem stabilisierenden Drahtgeflecht und einem künstlichen Blutgefäß aus Kunststoff auszuwählen und seinen Sitz in der Hauptschlagader vorab zu testen. So können während der Operation alle Gefäßabgänge markiert werden, und das 3D-Modell dreht mit der gesamten Anlage in Echtzeit mit.

Die Mediziner im Gefäßzentrum Chemnitz sind glücklich, weltweit diese neue innovative Ära der endovaskulären Chirurgie eingeläutet zu haben. Dies stärkt nicht nur unsere Position als führendes Gefäßzentrum Mittelsachsens, sondern auch überregional , so Chefarzt Dr. Seifert. Die Versorgung von Patienten mit endovaskulären minimalinvasiven Techniken wird damit nochmals sicherer. Neue Entwicklungen von Therapieoptionen zeichnen sich bei uns bereits ab.

Ihre Ansprechpartner:

Dr. med. Sven Seifert
Chefarzt der Klinik für Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie
Klinikum Chemnitz gGmbH
Bürgerstraße 2
09113 Chemnitz
Tel.: 0371/333-43435
Fax: 0371/333-43433
Mobil: 0172/3788061
Mail: sven.seifert@skc.de

Uwe Kreißig
Leiter Abt. Marketing/Öffentlichkeitsarbeit
(i. A. der Klinikum Chemnitz gGmbH)
Flemmingstraße 2
09116 Chemnitz
Tel. 0371/333-32441
Fax 0371/333-32442
Mobil 01522/2660777
Mail: kreissigu@skc.de

Quelle: Presseinformation des Klinikum Chmenitz gGmbH vom 11. Dezember 2015