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Was kann die Telemedizin? – 10. biosaxony vor Ort fand im Herzzentrum Dresden statt

06.03.2014
Am 05. März lud biosaxony zum 10. Mal zu biosaxony vor Ort ein. Die Veranstaltung fand diesmal zum Thema „Medizintechnik der Zukunft: Telemedizin?“ im Herzzentrum Dresden statt. Der interdisziplinäre Charakter des Themas wurde durch diese Veranstaltung besonders deutlich. Als Forschungseinrichtung, die sich mit Telemedizin beschäftigt, und neues Mitglied im biosaxony e.V. stellte sich die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik vor.

Am 05. März lud biosaxony zum 10. Mal zu biosaxony vor Ort ein. Die Veranstaltung fand diesmal zum Thema „Medizintechnik der Zukunft: Telemedizin?“ im Herzzentrum Dresden statt. Der interdisziplinäre Charakter des Themas wurde durch diese Veranstaltung besonders deutlich. Als Forschungseinrichtung, die sich mit Telemedizin beschäftigt, und neues Mitglied im biosaxony e.V. stellte sich die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik vor. Prof. Hagen Malberg – Direktor des Instituts für Biomedizinische Technik – führte durch den Nachmittag und zeigte in seinem Vortrag Visionen, aktuelle Forschungsthemen und was die Telemedizin bereits leisten kann.

Direkt vor Ort, im Herzzentrum Dresden werden telemedizinische Anwendungen bereits im Alltag eingesetzt, z.B. bei der Überwachung von Patienten, in denen ein Implantat die Herzfrequenz aufzeichnet. Als Hersteller von Herzschrittmachern und telemedizinischen Geräten war die Berliner Firma Biotronik vertreten. Roberto Belke stellte das telekardiologische Home Monitoring System von Biotronik vor. Ein Implantat überwacht die Herzaktivität des Patienten permanent und informiert den Arzt über Auffälligkeiten. Des Weiteren zeigte Herr Belker eindrucksvolle klinische Studien, die einen signifikanten Überlebensvorteil von telemedizinisch überwachten Patienten im Vergleich zu einer Kontrollgruppe belegen.

Mit Frau Dr. Böger von T-Systems war neben Biotronik ein weiteres Großunternehmen vertreten. Sie stellte das Engagement ihrer Firma in der telemedizinischen Versorgung vor, das besonders auf die Schaffung einer entsprechenden Infrastruktur zur Datenübermittlung zielt. Als kleines Unternehmen aus Cottbus präsentierte die C&S Connect GmbH ihr mobiles Tele-Managed-Care-System. Der mobile Diagnosekoffer erlaubt die Detektion verschiedener Parametern, wie z.B. Blutdruck, EKG, Blutbild, deren Auswertung und Sendung an einen Arzt.

Eine neue medizinische Anwendung kommt den Patienten jedoch nur zugute, wenn sie in die Versorgungspraxis übertragen und von den Krankenkassen erstattet wird. Denise Küster vom Zentrum für evidenzbasierte Gesundheitsversorgung Dresden erläuterte in ihrem Vortrag, wie der Nutzen einer neuen Anwendung bewertet wird. Diese Prüfung entscheidet letztendlich, ob eine Technik Vision bleibt oder in die Patientenversorgung eingeht.

Den nahezu 50 Teilnehmern wurde ein interessanter Überblick über die Telemedizin –von der Forschung bis zur Anwendung – geboten.

Wir würden uns freuen, Sie auch beim nächsten biosaxony vor Ort in Leipzig begrüßen zu dürfen.