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Richtlinien zur Förderung von Translationsforschung zur Tumorheterogenität beim Menschen für die Überwindung von Wiederauftreten und Therapieresistenz innerhalb des ERA-NET „TRANSCAN“

18.02.2015
In den vergangenen zehn Jahren gab es erhebliche Verbesserungen bei der Diagnose und Behandlung von Krebs, so dass Onkologen heute ein breites Spektrum an Behandlungsstrategien zur Verfügung steht.

1. Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage

1.1 Zuwendungszweck

In den vergangenen zehn Jahren gab es erhebliche Verbesserungen bei der Diagnose und Behandlung von Krebs, so dass Onkologen heute ein breites Spektrum an Behandlungsstrategien zur Verfügung steht. Dennoch sind einige Tumoren nach wie vor unheilbar und die Wirkung einer Therapie ist oft nur von begrenzter Dauer. Die Heterogenität des Tumors in einem bestimmten Patienten, entweder innerhalb des Primärtumors oder zwischen Primärtumor und Metastasen, trägt zum Misserfolg der Behandlung bei:

  • Faktoren der Tumorheterogenität können die Bewertung der Prognose beeinflussen und damit zu inadäquaten Therapiestrategien und letztlich zum Wiederauftreten des Tumors führen.
  • Die Behandlung zeigt möglicherweise keine gezielte Wirkung auf bestimmte Subklone im Primärtumor oder in den Metastasen.
  • Resistente Klone treten während der Behandlung auf und führen zur Wirkungslosigkeit der Behandlung und zum Fortschreiten der Krankheit.

Die Heterogenität von Tumoren ist somit eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Herausforderungen der nächsten zehn Jahre. Deshalb sollen Probenahme- und Analysemethoden entwickelt werden, um diese Phänomene zu erfassen, Außerdem sollen die Mechanismen der intratumoralen Heterogenität und deren Dynamik entschlüsselt und ihre Auswirkungen auf die Effizienz der Behandlungsstrategien beurteilt werden. Mit diesen Ansätzen sollte es möglich sein, geeignete Ziele für die Überwachung der Tumoren und den Einsatz von Therapeutika zu bestimmen sowie verlässliche prädiktive Biomarker zu entwickeln, um das therapeutische Ergebnis zu verbessern und die Arzneimittelresistenz einzudämmen.

Abgabetermin ist der 16. März 2015. Mehr

Quelle: Bekanntmachung des BMBF vom 17. Februar 2015