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Richtlinie zur Förderung von transnationalen Forschungsprojekten zum Zusammenhang zwischen Ernährung und Epigenom im Rahmen der gemeinsamen Programminitiative "Eine gesunde Ernährung für ein gesundes Leben" (JPI HDHL)

08.03.2018

vom 06.03.2018 - Abgabetermin: 12.04.2018

1 Förderziel, Zuwendungszweck, Rechtsgrundlagen
1.1 Förderziel und Zuwendungszweck

Ein gesundheitsförderlicher Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender körperlicher Aktivität ist entscheidend für den Erhalt von Gesundheit und Wohlbefinden. Der wachsende Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung geht mit einer steigenden Prävalenz chronischer Erkrankungen wie Diabetes, Krebs, kardiovaskulären und neurodegenerativen Erkrankungen einher. Dies stellt sowohl jeden Einzelnen als auch das Gesundheits­system und die Gesellschaft vor neue forschungs- und gesundheitspolitische Herausforderungen.

Die gemeinsame Programminitiative "Eine gesunde Ernährung für ein gesundes Leben" (JPI HDHL, http://www.healthydietforhealthylife.eu/) wurde im Jahr 2010 als freiwilliger und partnerschaftlicher Zusammenschluss von Mitgliedstaaten und assoziierten Staaten der Europäischen Union gegründet. Sie verfolgt das Ziel, die europaweiten Anstrengungen im Bereich Ernährung, Ernährungsgewohnheiten, körperliche Aktivität und Gesundheit durch länderübergreifende Zusammenarbeit und Koordination auf Basis einer gemeinsamen Forschungsagenda zu bündeln und auszubauen.

Trotz der Möglichkeiten der Humangenomforschung und den modernen Methoden der Ernährungserhebung ist es derzeit schwierig, Schlüsselmechanismen zu identifizieren, durch die die Ernährung die Gesundheit kausal beeinflusst. Zur Aufklärung dieser Mechanismen kann jedoch die Erforschung epigenetischer Veränderungen im Zusammenhang mit Ernährungsmustern wesentlich beitragen.

Die vorliegende transnationale gemeinsame Bekanntmachung verfolgt daher das Ziel, das Verständnis des Zusammenspiels von Ernährung und dem Epigenom zu vertiefen. Dazu haben sich die Förderorganisationen folgender Länder zusammengeschlossen:

  • Deutschland, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF);
  • Frankreich, French National Research Agency (ANR);
  • Irland, Health Research Board (HRB);
  • Israel, Ministry of Science, Technology and Space (MoST);
  • Italien, Ministry of Education, University and Research (MIUR);
  • Kanada, Canadian Institute of Health Research (CIHR);
  • Lettland, Ministry of Education and Science (IZM);
  • Tschechische Republik, Ministry of Education, Youth and Sports (MEYS);
  • Niederlande, The Netherlands Organisation for Health Research and Development (ZonMw);
  • Polen, The National Centre for Research and Development (NCBR)
  • Spanien:
    • Research State Agency (AEI) (Ministry of Economy, Industry and Competitiveness, MINECO);
    • National Institute of Health Carlos III (ISCIII);
  • Vereinigtes Königreich:
    • Biotechnology and Biological Sciences Research Council (BBSRC);
    • Medical Research Council (MRC).

Die Fördermaßnahme wird zeitgleich durch die Förderorganisationen im jeweiligen Land veröffentlicht und zentral durch ein gemeinsames "Joint Call"-Sekretariat koordiniert. Das gemeinsame Sekretariat ist bei der niederländischen Förderorganisation ZonMw angesiedelt. Für die eigentliche Umsetzung der nationalen Teilvorhaben in einem Verbund gelten die jeweiligen nationalen Richtlinien.

Zusätzliche wichtige Informationen zu dieser transnationalen Bekanntmachung sind dem englischsprachigen Bekanntmachungstext und den zugehörigen Internetseiten der JPI HDHL (http://www.healthydietforhealthylife.eu/index.php/open-calls) zu entnehmen.

Mit dieser Fördermaßnahme leistet das BMBF einen Beitrag zur Ausgestaltung der Aktionsfelder 3 "Präventions- und Ernährungsforschung" und 6 "Gesundheitsforschung in internationaler Kooperation" im Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesregierung.

Quelle: Bekanntmachung des BMBF vom 20. Februar 2018; Bundesanzeiger vom 06. März 2018

Die vollständige Bekanntmachung finden Sie unter www.bmbf.de/foerderungen.