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Förderung von Innovationen in der Gesundheits- und Pflegewirtschaft

27.06.2014
Am 23. Juni 2014 informierte das Sozialministerium im Festsaal der Dreikönigskirche in Dresden Interessierte aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie aus den Reihen des Gesundheits- und Pflegewesens über die bisherige sowie die künftige Förderung.

Der Freistaat Sachsen zählt zu den Alterspionieren unter den deutschen Bundesländern. Dies bleibt auch für den Gesundheits- und Pflegesektor nicht ohne Folgen. Hier gilt es, der anwachsenden Zahl von Menschen mit Pflegebedarf eine qualitätsvolle Unterstützung und Betreuung und damit eine würdevolles Alter zu ermöglichen. Außerdem muss der wachsenden Nachfrage von Gesundheitsdienstleistungen bei gleichzeitig abnehmendem Fachkräftepotenzial in Sachsen wirkungsvoll begegnet werden.

Diesen demografischen Wandel mit all seinen Herausforderungen sieht Sozialministerin Christine Clauß jedoch nicht als unüberwindbare Hürde, sondern vielmehr als eine Chance vor allem für die sächsischen Akteure der Gesundheits- und Pflegewirtschaft. Daher fördert Sachsen seit dem Jahr 2011 innovative Projekte im Bereich des E-Health, der Telemedizin und altersgerechter technischer Unterstützungssysteme.

»Mit neuen Technologien, Ideen und Ansätzen können wir in den von der Demografie stark betroffenen Bereichen der Gesundheit und Pflege viel erreichen. Davon bin ich überzeugt. Mit Hilfe der Telemedizin zum Beispiel können Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern von ihren Ärzten fernüberwacht und damit möglichst lange ambulant zuhause versorgt werden. Oder es können Zweitmeinungen von Fachärzten eingeholt werden, die nicht vor Ort sind. Und auch im Interesse der älteren, pflegebedürftigen Menschen in Sachsen und ihren Angehörigen wollen und müssen wir alle Möglichkeiten der technischen Unterstützung nutzen. Daher wird die Förderung mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) auch künftig fortgesetzt«, so Clauß.

Am 23. Juni 2014 informierte das Sozialministerium im Festsaal der Dreikönigskirche in Dresden Interessierte aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie aus den Reihen des Gesundheits- und Pflegewesens über die bisherige sowie die künftige Förderung. Darüber hinaus werden mit dem Leipziger Projekt »Telemedizinisches Kardionetzwerk Westsachsen – TKWS«, mit dem Chemnitzer Forschungsprojekt »OPDEMIVA (Optimierung der Pflege demenzkranker Menschen durch intelligente Verhaltensanalyse)« sowie dem ostsächsischen Vorhaben »CCS Telehealth Ostsachsen« auch bereits geförderte Projekte vorgestellt.

»Physiker, Informatiker, Biologen, Mediziner und andere Gesundheitsdienstleister hier in Sachsen müssen diejenigen sein, die innovative Lösungen zur Unterstützung kranker sowie älterer und pflegebedürftiger Menschen marktreif entwickeln. Wir sollten aus unserem Demografieproblem eine Chance für zukunftsfähige Produkte machen«, so Christine Clauß.

Quelle: Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz vom 23.6.14