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Dulig: Wertschöpfung neu denken

07.03.2017

StrategieWerkstatt: Industrie der ZUKUNFT zieht Zwischenbilanz

Wirtschaftsminister Martin Dulig hat heute in Leipzig die sächsischen Unternehmen dazu aufgefordert, die industrielle Wertschöpfung neu zu denken. „Das Ingenieurland Sachsen wird auch in Zukunft Ingenieure benötigen. Aber nur mit Ingenieuren allein werden wir die kommenden Herausforderungen nicht bewältigen“, mahnte Dulig. Vor rund 200 Teilnehmern der Strategiekonferenz zur Industrie der Zukunft appellierte er für eine stärkere Öffnung insbesondere der sächsischen Maschinenbau- und Zuliefererindustrie hin zur Kreativwirtschaft und zu neuen Innovationsmodellen.

Auch intensivere Kooperationen zwischen den sächsischen Unternehmen seien dringend erforderlich. „Die Kleinteiligkeit der sächsischen Industrie verlangt verstärkt nach Kooperationen, aber auch nach mehr Offenheit im Innovationsgeschehen. Hier bilden FabLabs oder MakerSpaces, die auch in Sachsen entstehen, offene Werkstätten und neue Kreativräume die unsere Unternehmen nutzen sollten, um Impulse für neue Geschäftsmodelle und Geschäftsprozesse zu erhalten“, so Dulig.

Die vom sächsischen Wirtschaftsministerium vor gut einem Jahr initiierte „StrategieWerkstatt: Industrie der ZUKUNFT“ hat heute anlässlich der Zulieferer- und Maschinenbaumessen Z und Intec auf die Messe Leipzig eingeladen, um die bisherigen Ergebnisse vorzustellen und zu diskutieren.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Digitalisierung in der mittelständischen Industrie ebenso wie neue Geschäfts- und Kooperationsmodelle. Durch interdisziplinäre und branchenübergreifende Wechselbeziehungen sollen „Cross-Innovationen“ befördert werden und damit Sachsens Potenziale, z.B. durch Impulse aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, gehoben und nach außen sichtbar gemacht werden.

Hinter den identifizierten Handlungsfeldern für den strukturellen Wandel steht die Frage nach den adäquaten Rahmenbedingungen für die industrielle Wertschöpfung der Zukunft. Dazu gehören u.a. entsprechende Aus- und Weiterbildungsangebote, ein adäquates infrastrukturelles Fundament, aber auch die Risiken und Chancen, die sich in Zusammenhang mit dem demografischen Wandel ergeben. Ebenso sind sogenannte „weiche Standortfaktoren“ wie Internationalität und Weltoffenheit, Innovationskultur und Risikobereitschaft in Wirtschaft und Gesellschaft für den Erfolg der sächsischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene von Bedeutung.

Zur StrategieWerkstatt Industrie der ZUKUNFT:
Die StrategieWerkstatt hat die Aufgabe, Grundzüge und Leitlinien einer sächsischen Industriestrategie in einem rund zweijährigen Werkstattprozess zu entwickeln und dazu Industrie, Gewerkschaften, Kammern, Industrieverbände einzubinden. Außerdem sollen Handlungsempfehlungen erarbeitet, eine verstärkte Vernetzung sächsischer Unternehmen erfolgen, die Projektpartner identifiziert und Ideen zur operativen Umsetzung der Strategie angestoßen werden.

Die StrategieWerkstatt bildet die Plattform für einen offenen und breiten Kommunikationsprozess der Wirtschaft, Wissenschaft, Verbände, Netzwerke und Sozialpartner. Sie bietet die Chance, sich in den Prozess der Erstellung einer sächsischen Industriestrategie einzubringen und diese mitzugestalten.

Quelle: Medieninformation des Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vom 7. März 2017