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DRESDEN-concept übergibt 3D-gedruckte Gesichtsschilde an Dresdner Kliniken

02.04.2020
Zahlreiche DRESDEN-concept-Partner (DDc) stellen in Kooperation mit dem Branchenverband für Biotechnologie und Medizintechnik biosaxony e. V. im 3D-Druck Gesichtsschilde für medizinisches Personal her.

Mehrere solcher Gesichtsschilde wurden heute vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an die Städtischen Kliniken Dresden übergeben. Das Uniklinikum ist für die Verteilung für Dresden und das Umland zuständig.

Vergangene Woche informierte DRESDEN-concept, mittels 3D-Druckprodukten bei möglichen Lieferengpässen von medizinischen Bedarfsteilen auszuhelfen, woraufhin sich zahlreiche Forschungseinrichtungen und Firmenvertreter aus Sachsen meldeten. Fast 50 3D-Drucker aus Dresdner und Leipziger Forschungseinrichtungen stehen nun zur Verfügung. Industrieunternehmen aus ganz Sachsen beteiligen sich ebenfalls intensiv an diesem Vorhaben. Stellvertretend genannt seien Sander-Kunststofftechnik aus Dresden, die kostenfrei Maskenhalter im 3D-Druck fertigen, und die Spezi-Pack Karl Spethmann GmbH aus Klingenberg, welche die Visiere ebenfalls kostenlos zur Verfügung stellt.

„Wir sind überwältigt vom großen Engagement seitens der DRESDEN-concept-Partner und der sächsischen Firmen. Mitarbeiter auf allen Ebenen, vom Doktoranden bis zum Professor und Firmenchef, arbeiten Tag und Nacht, um den Engpass von Gesichtsschilden mit gedruckten Modellen entgegenzuwirken. Die DDc-Partner und die Firmen unterstützen ganz unbürokratisch mit Ressourcen, Materialien und Ausrüstung“, so Professorin Brigitte Voit, Vorstandsmitglied von DRESDEN-concept und wissenschaftliche Direktorin des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e. V.

Ausgehend von Open Source-Dokumenten zur Herstellung von Gesichtsschilden entwickelten Wissenschaftler des Uniklinikums Dresden, Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e. V., Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf, Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik und der TU Dresden gemeinsam mit Mitarbeitern der Dresdner Kliniken Passformen, die auch bei einer dauerhaften Benutzung einen angenehmen Tragekomfort bieten. Die 3D-Druckdaten sind über die Seiten des biosaxony e. V. und DRESDEN-concept kostenlos für jedermann abrufbar.

„Wir freuen uns, mit diesem hochprofessionellen Angebot von 3D-Druckprodukten Materialknappheiten und Lieferengpässen in Ostsachsen begegnen zu können“, so PD Dr. Christian Kleber, Leiter der Zentralen Krankenhausleitstelle Dresden-Ostsachsen. „Diese Gesichtsschilde werden wir nun bedarfsorientiert transparent an alle Kliniken innerhalb der Region verteilen.“

Die im 3D-Druck produzierten Bauteile können an vier Sammelstellen in Dresden abgegeben werden und werden dort regelmäßig vom TU Dresden-Fahrdienst abgeholt und an die Zentrale Krankenhausleitstelle am Uniklinikum gebracht. Für den Raum Leipzig wird durch biosaxony ein ähnliches System vorbereitet. Doktoranden und Mitarbeiter der Uniklinik, TU Dresden und des biosaxony e.V. führen anschließend einen Qualitätscheck durch, desinfizieren die Masken und bereiten Sie für die Verteilung vor.

Bei verzichtbaren Reserven von laserschneidbarer, transparenter Folie (z. B. PETG, Foliendicke 0,5 mm - 0,75 mm) bitten die Projektpartner darum, diese an die folgenden Personen zu melden:

Kontakt für Forschungseinrichtungen:

Lena Herlitzius, Referentin der TU Dresden für DRESDEN-concept: lena.herlitzius@tu-dresden.de, Tel.: 0351 463 40427

Kontakt für Unternehmen:

André Hofmann, CEO biosaxony e.V.: hofmann@biosaxony.com, Tel.: 0351 796 5501

Weiterführende Links:

biosaxony e.V.: https://www.biosaxony.com/projekte/3d-druck-initiative

DRESDEN-concept: https://www.dresden-concept.de/de/services/coronavirus.html

Quelle: Pressemitteilung DRESDEN-concept vom 02.04.2020