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BMBF: Förderung von Projektideen im Rahmen der Maßnahme "Aufbau von Kapazitäten in der Synthetischen Biologie durch transnationale Forschungsprojekte" innerhalb des ERA-NETs "ERASynBio"

29.04.2014
ERASynBio ist eine Maßnahme im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission (Vertragsnummer 291728) mit einer dreijährigen Laufzeit. Das übergeordnete Ziel eines ERA-Netzes ist die Verbesserung der Kooperation und Koordinierung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die auf nationaler und/oder regionaler Ebene in den Mitgliedstaaten oder assoziierten Staaten der Europäischen Union durchgeführt werden.

ERASynBio ist eine Maßnahme im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission (Vertragsnummer 291728) mit einer dreijährigen Laufzeit. Das übergeordnete Ziel eines ERA-Netzes ist die Verbesserung der Kooperation und Koordinierung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die auf nationaler und/oder regionaler Ebene in den Mitgliedstaaten oder assoziierten Staaten der Europäischen Union durchgeführt werden.
ERASynBio ist eine gemeinsame Maßnahme von 16 Forschungsförderorganisationen und/oder Managementorganisationen aus 14 EU-Mitgliedstaaten und zwei Staaten mit Beobachterstatus mit Forschungsaktivitäten in der Synthetischen Biologie. Sie verfolgt das Ziel, nationale und regionale Förderprogramme in der Synthetischen Biologie zu koordinieren.

Die Projekte können aus einem oder mehreren der folgenden Bereiche hervorgehen:

  • Metabolic Engineering: Erreichen eines neuen Komplexitätsgrades bei der Modifizierung von Biosynthesewegen für eine nachhaltige Chemie
  • Genetische Schaltkreise: Einsatz gut charakterisierter, modularer, artifizieller Netzwerke, um neue Funktionen in Zellen und Organismen zu etablieren
  • Orthogonale Biosysteme: Konstruktion von Zellen zur Erweiterung des genetischen Codes, Entwicklung neuer Kapazitäten für die Speicherung und Verarbeitung von Informationen (Xenonukleinsäuren) und Ermöglichung eines bio-orthogonalen Protein-Engineerings
  • Bionanowissenschaft: Entwickeln von "Motoren" und anderen Komponenten auf Molekülebene für zellbasierte "Maschinen" oder zellfreie Konstrukte zur Durchführung komplexer neuer Aufgaben
  • Minimalgenome: Identifikation der kleinsten Anzahl lebensnotwendiger Bausteine als Basis für die Entwicklung modifizierter minimaler Zellfabriken für neue Funktionen
  • Protozellen: Nutzung programmierbaren chemischen Designs für die chemische Herstellung (semi-)synthetischer Zellen.

Die Projekte können aus der Grundlagenforschung oder der anwendungsorientierten Forschung in den Bereichen chemische Biologie, Biophysik, Biotechnologie oder Biomedizin kommen. Antragsteller sollten die TRL-Skala (Technology Readiness Level) der technologischen Reife verwenden, damit Gutachter und Förderer einschätzen können, wo die Projekte im Innovationsgeschehen angesiedelt sind und so beurteilen können, ob eventuell die Einbindung eines industriellen Partners nötig ist, um die Ziele des Projekts zu erreichen (Näheres zur Definition unter: http://ec.europa.eu/research/participants/data/ref/h2020/wp/2014_2015/annexes/h2020-wp1415-annex-g-trl_en.pdf). Außerdem sollten die Antragsteller einen etwaigen gesellschaftlichen Nutzen ihrer Projekte darstellen, da die Synthetische Biologie die Möglichkeit bietet, eine Reihe gesellschaftlicher Herausforderungen anzugehen.

Antragsberechtigt sind staatliche und nicht-staatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaften mit eigener Rechtsperson sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Deutschland. Die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) ist ausdrücklich erwünscht. Die Definition der Europäischen Gemeinschaft für ein KMU ist im Internet einzusehen unter http://ec.europa.eu/enter­prise/policies/sme/facts-figures-analysis/sme-definition/index_en.htm und http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sme/files/sme_definition/sme_user_guide_de.pdf. Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen ergänzend zu ihrer Grundförderung eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt mit folgendem Zeitplan:

3. Juli 2014 Abgabefrist für Projektskizzen

Februar 2015 Mitteilung der Förderempfehlungen, Einreichen förmlicher Förderanträge

Ab April 2015 Projektstart

Weitere Informationen und Zuwendungsvoraussetzungen

Quelle: Bekanntmachung des BMBF vom 28.04.2014