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BMBF: Förderung von Forschungsverbünden zur Primärprävention und Gesundheitsförderung

13.06.2013
Es sollen thematisch in sich kohärente Forschungsverbünde gefördert werden, die prioritäre Forschunsthemen der Primärprävention und Gesundheitsförderung bearbeiten und zu einer wissenschaftlichen Fundierung von Primärprävention und Gesundheitsförderung beitragen.

Es sollen thematisch in sich kohärente Forschungsverbünde gefördert werden, die prioritäre Forschungsthemen der
Primärprävention und Gesundheitsförderung bearbeiten und zu einer wissenschaftlichen Fundierung von Primärprävention und Gesundheitsförderung beitragen. Die Forschungsverbünde müssen anwendungsnah ausgerichtet sein und sich durch wissenschaftliche sowie methodische Exzellenz auszeichnen. Akteure aus der Praxis wie etwa Präventionsanbieter bzw. -träger sind einzubinden, sofern diese für die Erreichung der Ziele des Verbundes erforderlich sind. Eine interdisziplinäre Ausrichtung der Forschungsverbünde ist erforderlich. Dies schließt forschende Vertreter der Gesundheitsfachberufe ausdrücklich ein.

Themenschwerpunkte
Die Verbünde sollten auf die folgenden Themenschwerpunkte ausgerichtet sein:

  • präventionsrelevante Lebensstil- bzw. Verhaltensfaktoren (Bewegung, Ernährung, Tabak- und Alkoholkonsum),
  • Maßnahmen zur Stärkung der Bewältigung von psychosozialen Belastungen,
  • Prävention und Gesundheitsförderung bei spezifischen Zielgruppen, vor allem bei vulnerablen Bevölkerungsgruppen.

Forschungsansätze
Im Rahmen des gewählten thematischen Schwerpunktes können beispielsweise folgende Forschungsansätze thematisiert werden:

  • Entwicklung und Erprobung von innovativen Präventionsmaßnahmen und -strategien,
  • Evaluation von Maßnahmen/Programmen zur Primärprävention und Gesundheitsförderung mit dem Ziel der wissenschaftlichen Fundierung und Qualitätssicherung,
  • Forschung zu Erreichbarkeit und Zugangswegen bei spezifischen Zielgruppen,
  • Forschung zu Maßnahmen der gesundheitlichen Prävention zur Reduktion der sozial bedingten gesundheitlichen Ungleichheit,
  • Forschung zur Verhinderung bzw. Verzögerung der Pflegebedürftigkeit durch Primärprävention und Gesundheitsförderung,
  • Erforschung der Faktoren, die die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen unter Alltagsbedingungen beeinflussen,
  • Forschung zu neuen Transferstrategien und Kommunikationswegen für eine schnellere sowie nachhaltige Übertragung von Ergebnissen und Maßnahmen in die alltägliche Lebenswelt,
  • gesundheitsökonomische Begleituntersuchungen,
  • Nutzung und Analyse von bereits existierenden Datensätzen und Materialsammlungen (z. B. Sekundärdaten) für Forschungsfragestellungen.

Antragsberechtigt sind deutsche, staatliche und nicht-staatliche Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit FuE2-Kapazität in Deutschland, wie z. B. kleine und mittlere Unternehmen (KMU; die Definition für KMU der Europäischen Gemeinschaft ist unter dem Link http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sme/facts-figures-analysis/sme-definition/index_de.htm einzusehen).
Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen ergänzend zu ihrer Grundausstattung eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Weitere Informationen und Antragsformulare