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Winziger Bildsensor für Wearables und Endoskope

07-10-2021
1 mm² groß und leichter als eine Briefmarke ist ein neu entwickelter Bildsensor, der auch in Wearables und Endoskopen integriert werden kann.

High-End-Anwendungen werden immer kleiner. Gleichzeitig sollte immer mehr Platz für zusätzliche oder leistungsfähigere Komponenten und neue Features zur Verfügung stehen. Gerade im Bereich der Medizintechnik ist die Miniaturisierung eine wichtige Komponente: Je kleiner die Geräte zur Diagnose oder Behandlung, desto schonender ist diese für den Patienten. Ein neu entwickelter Bildsensor soll nicht nur aufgrund seiner Auflösung von 100 000 Pixeln scharfe Bilder ermöglichen. Durch die smarte Verbindungsarchitektur hat er auch einen geringen Stromverbrauch.

Die AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG, Leoben, hat für den Sensor die Leiterplatte entwickelt. Der Sensor selbst wurde vom steirischen Anbieter von Hochleistungssensorlösungen, AMS Osram gebaut. Der Digicam-Sensor, der einen digitalen Video-Output bietet, erlaubt jede Art von Visual Sensing für mobile Anwendungen. Eines der ersten Produkte, in dem die AT&S-Lösung integriert wird, ist die Naneye von AMS Osram, eine der kleinsten Digitalkameras auf dem Markt. Der Anwendungsbereich von Naneye ist breit. So kann sie etwa für das Eye-Tracking in VR-Brillen, aber auch im medizinischen Bereich eingesetzt werden. Die AT&S-Entwicklung wird zum Beispiel in einen Kamerakopf integriert, der für endoskopische Untersuchungen verwendet wird.

Das Verbindungsdesign von Naneye wurde mit Hilfe der Technologie ECP (Embedded Component Packaging) realisiert. ECP ermöglicht, dass sowohl aktive als auch passive Komponenten in laminatbasierten Substraten, also Hightech-Leiterplatten, auf kleinstem Raum integriert werden können. Dadurch erhöht sich die Funktionalität, und kompaktere Endgeräte entstehen.

Quelle: medizin&technik vom 07.10.2021