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Neues Forschungszentrum zur integrativen Biodiversitätsforschung der DFG in Leipzig eröffnet

19.04.2013
Zusammenarbeit und Bündelung von Forschungsaktivitäten dreier Universitäten in Mitteldeutschland
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Zusammenarbeit und Bündelung von Forschungsaktivitäten dreier Universitäten in Mitteldeutschland

Forschungseinrichtung sollen interdisziplinär und auf international sichtbarem Niveau verschiedenste Aktivitäten zur Biodiverisität gebündelt werden. Übergeordnetes Ziel ist die Erforschung und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.

Die Universitäten Halle-Wittenberg, Jena und Leipzig bewarben sich im Oktober 2010 gemeinsam als Standort für ein DFG-Forschungszentrum und wurden unter 11 Bewerbungen neben den Universitäten Berlin, Göttingen und Oldenburg von der DFG als möglicher Standort für ein Forschungszentrum ausgewählt. In der Sitzung des DFG-Hauptausschusses im April 2012 war am Ende das Konsortium aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen als Standort des siebten DFG-Forschungszentrums siegreich. Der zentrale Standort der Einrichtung mit dem Namen „German Centre of Integrative Biodiversity Research – iDiv“ ist Leipzig.

Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, sagte in ihrem Grußwort: „iDiv ist strukturell “Vielfalt“ pur. Denn iDiv bündelt die Forschungsaktivitäten von nicht weniger als drei renommierten Universitäten und acht bedeutenden außeruniversitären Forschungseinrichtungen, darunter mit einem besonders gewichtigen Beitrag das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ. Und das mehrere deutsche Länder übergreifend. Die strukturelle Vielfalt von iDiv ist außerordentlich hoch und bisher beispiellos.“ Die Förderung des neuen Forschungszentrums wurde zunächst auf vier Jahre festgesetzt. In diesem Zeitraum wird iDiv mit einer Summe von rund 33 Millionen Euro unterstützt.

Das Forschungszentrum stellt vier Leitfragen in den Mittelpunkt seiner Arbeit: Wie lässt sich Biodiversität erfassen? Wie entsteht und erhält sie sich? Welchen Einfluss hat sie auf das Funktionieren von Ökosystemen? Wie kann sie geschützt werden? Durch die fünf Forschungsfelder Biodiversitätstheorie, Interaktionsökologie, Evolution und Adaption, Biodiversitätsschutz und Biodiversitätssynthese soll die Beantwortung dieser Fragen ermöglicht werden. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen der Biodiversitätsforschung soll durch ein Synthesezentrum gefördert werden und dem gesamten Gebiet zu einer kreativen Weiterentwicklung verhelfen. Die am iDiv beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen aus der Biologie, Chemie, den Geo- und Wirtschaftswissenschaften, Informatik und der Physik. Auch die Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein wesentliches Anliegen des iDiv. Aus diesem Grund ist ein integriertes Graduiertenkolleg Bestandteil des Forschungszentrums.

Quelle: Pressemitteilung des SMWK – Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vom 19.4.13