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Luisa Blöbaum erhält Preis des DECHEMA-Zukunftsforums

16.03.2021
Luisa Blöbaum erhält für ihre Masterarbeit an der Universität Bielefeld den Preis des Zukunftsforums der DECHEMA-Fachgemeinschaft Biotechnologie. Darin untersuchte sie die Auswirkungen von pH-Wert-Veränderungen auf Corynebacterium glutamicum in mikrofluidischen Einzelzell-Systemen. Der Preis des Zukunftsforums ist mit 3000 Euro dotiert, wovon das Unternehmen Sartorius Stedim Biotech 1500 Euro zur Verfügung stellt.

Luisa Blöbaum entwickelte neue mikrofluidische Einzelzell-Scale-Down-Reaktoren zur Untersuchung des Einflusses von pH-Gradienten auf das Wachstum von Corynebacterium glutamicum. Sie konnte damit neue Einblicke in die Wachstumsdynamik und Heterogenität von Bakterienpopulationen gewinnen, die grundlegende Fragen zur Bioprozessentwicklung beantworten.

C. glutamicum ist ein wichtiger Produktionsorganismus für die biotechnologische Herstellung verschiedener Produkte. In industriellen Reaktoren bilden sich häufig Gradienten, die das Verhalten der Organismen beeinflussen; diese lassen sich aber kaum im Prozess untersuchen. Konventionelle Scale-down-Ansätze können Mittelwerte für Populationen liefern, bieten aber keine Informationen über die mikrobielle Antwort auf Einzelzellebene. Dies wird durch die mikrofluidische Einzelzellkultivierung möglich. Die Organismen erwiesen sich dabei gegenüber pH-Wert-Veränderungen als recht robust und die Stressreaktion war unabhängig von der Intervalldauer, aber nahm mit wachsendem Stressanteil überproportional zu.

Der Preis des Zukunftsforums Biotechnologie der DECHEMA wird jährlich für eine herausragende studentische Abschlussarbeit vergeben, die interdisziplinär orientiert ist. Er ist mit 1500 Euro dotiert, weitere 1500 Euro stellt Sartorius Stedim Biotech zur Verfügung. Die Auszeichnung wurde im Rahmen der Frühjahrstagung der DECHEMA-Biotechnologen überreicht.

Luisa Blöbaum, Jahrgang 1995, studierte Molekulare Biotechnologie an der Universität Bielefeld und fertige ihre Masterarbeit in der Gruppe von Jun.-Prof. Dr. Alexander Grünberger an. Derzeit setzt sie diese Arbeiten im Rahmen ihrer Promotion fort.

Quelle: Pressemitteilung idw vom 16.03.2021