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EYEnovative Förderpreis für Dresdner Netzhautforschung

16.01.2014
Dresden. Einen der „EYEnovative Förderpreise“ der Novartis GmbH haben in diesem Jahr Dr. Marius Ader und Professor Karsten Kretschmer, beide Gruppenleiter am DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden, für ihr gemeinsames Forschungsprojekt „Immunmodulation zur Verbesserung der Integration und Aufrechterhaltung von transplantierten Photorezeptoren“ erhalten
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Immunreaktionen nach der Zelltransplantation in der Netzhaut unterdrücken

Dresden. Einen der „EYEnovative Förderpreise“ der Novartis GmbH haben in diesem Jahr Dr. Marius Ader und Professor Karsten Kretschmer, beide Gruppenleiter am DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden, für ihr gemeinsames Forschungsprojekt „Immunmodulation zur Verbesserung der Integration und Aufrechterhaltung von transplantierten Photorezeptoren“ erhalten. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 30.000 Euro dotiert. Mit dem „EYEnovative Förderpreis“ werden innovative Projekte zum besseren Verständnis von Erkrankungen der Netzhaut ausgezeichnet, die das Potential haben, den Grundstein für neue Therapien zu legen.

In Deutschland leiden rund 30.000 Menschen an Netzhaudegenerationen wie Retinitis Pigmentsosa und Usher Syndrom, hunderttausende an der Makula-Degeneration. Bei diesen irreversiblen Erkrankungen wird die Netzhaut zerstört, Gewebe geschädigt, und die Lichtsinneszellen, die Photorezeptoren, sterben ab. Sehverluste bis hin zur Erblindung sind die Folge, denn bis heute gibt es keine Heilung.

Um neue Therapieansätze für diese Erkrankungen zu finden, hat Marius Ader einige Jahre Grundlagenforschung benötigt, um überhaupt erst einmal die Beschaffenheit von Photorezeptoren zu verstehen, ehe diese in die Netzhaut eingepflanzt werden können. Der Biologe transplantiert Photorezeptoren in die geschädigte Netzhaut von Mäusen, die genetisch so verändert sind, dass sie menschliche Symptome zeigen. Obwohl die Photorezeptoren in der Netzhaut des Empfängers korrekt anwachsen, ist der Prozentsatz der Spenderzellen, die danach aktiv bleiben, jedoch gering.

„Bei Transplantationen kommt es allgemein zu Abstoßungen bedingt durch das Immunsystem“, sagt Marius Ader. „Das Auge nimmt hier eine besondere Stellung ein, da es als immun-privilegiert gilt.“ Bisher sind die Forscher davon ausgegangen, dass Abstoßungsprozesse im Auge nach Transplantationen von Photorezeptoren keine Rolle spielen. Das gerade ausgezeichnete Forschungsprojekt kommt zu einem anderen Schluss. „Wir konnten nachweisen, dass Abstoßungsprozesse im Auge nach einer Transplantation sehr wohl stattfinden“, berichtet der Immunologe Karsten Kretschmer. Künftig wollen beide eine Methode entwickeln, die Immunreaktion im Auge zu unterdrücken, um die Ausbeute von aktiven Photorezeptoren nach einer Transplantation zu erhöhen. Anschließend steht die Forschungsarbeit an, ob und wie sich diese Kenntnisse schrittweise auf den Menschen übertragen lassen.

Quelle: Pressemitteilung des Zentrums für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) vom 16.1.14

Pressekontakt

Birte Urban-Eicheler, Pressesprecherin CRTD/DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden, Tel.: 0351/ 458-82065, Fax: 0351/ 458-82059, E-Mail: birte.urban@crt-dresden.de

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