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Durchstarten in Sachsen

25.07.2019
"Step In" – Das neue Fachkräftesicherungsprogramm für Studierende und Absolventen im Freistaat Sachsen

Dresden, 24. Juli 2019. Sachsen ist ein attraktiver Hochschulstandort und bei Studierenden aus dem In- und Ausland sehr beliebt. Für die sächsische Wirtschaft sind diese „Talente“ bisher jedoch ein noch zu selten gehobener Schatz. „Step In“ heißt eine neue landesweite Initiative, damit sich Studenten und Absolventen sächsischer Hochschulen bei ihrem Berufseinstieg für aufregende Jobs in Sachsen entscheiden und durchstarten. Ziel von „Step In“ ist eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen sächsischen Unternehmen und Hochschulen, um Studenten frühzeitig und zielgerichtet miteinander zu vernetzen. Dies gilt insbesondere für internationale Studierende, denen der sächsische Arbeitsmarkt sowie seine Chancen und Karriereperspektiven oft nicht hinreichend bekannt sind. Das Programm „Step In“ ist Teil der Fachkräftestrategie 2030 „Heimat für Fachkräfte“. Für die Umsetzung von „Step In“ stellt das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) in den kommenden zwei Jahren rund 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. Mit den Mitteln sollen unterschiedlichste Projekte gefördert werden, die den Übergang von Hochschulabsolventen in den Arbeitsmarkt unterstützen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Maßnahmen speziell für internationale Hochschulabsolventen. So soll in den kommenden Jahren eine junge Community von Fachkräften und Unternehmen wachsen, die ihre Heimat dauerhaft im Freistaat findet. „Studierende an unseren Hochschulen und Fachhochschulen sind eine wichtige Zielgruppe, um den Fachkräftebedarf der sächsischen Wirtschaft zu decken. Wir wollen erreichen, dass mehr als zwei Drittel aller Studierenden nach ihrem Abschluss auch in Sachsen bleiben. Die sächsische Wirtschaft ist vielschichtig und bietet Absolventen aller Fachrichtungen große Chancen auf eine berufliche Perspektive. Das wollen wir sichtbar machen und stärken. Das sachsenweite Projekt ‚Step In’ ermöglicht Studierenden so den Weg hin zu kleinen und mittelständischen Unternehmen im Freistaat. Es reiht sich damit in die im Mai 2019 verabschiedete Fachkräftestrategie 2030 ein“, sagt Stefan Brangs, Staatssekretär für Arbeit im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

„Step In“ vernetzt Studenten aus dem In- und Ausland mit der regionalen Wirtschaft

Umgesetzt wird „Step In“ von drei erfahrenen Projektträgern in den Regionen Chemnitz, Leipzig und Dresden, die sich nach einem sachsenweiten Projektaufruf mit ihren Konzepten in einem Juryverfahren durchgesetzt haben. Die Koordination von „Step In“ übernimmt ein Lead-Projekt, für das man sich ebenfalls mit einem schlüssigen Gesamtkonzept bewerben musste. Den Zuschlag für die Gesamtkoordination bekam die Scientists into Business GmbH (SCiB). Das Dresdner Unternehmen übernimmt gleichzeitig die Trägerschaft für das Regionalprojekt Dresden. In der Region Chemnitz wird der Career Service der TU Chemnitz künftig die Vernetzung zwischen Studierenden und Unternehmen in der Region Südwestsachsen intensivieren. Träger des Regionalprojektes Leipzig ist die ZAROF. GmbH. Die drei Projektträger bringen langjährige Erfahrung und Know-how in die neue sächsische Initiative ein. „Wir freuen uns sehr auf die anspruchsvolle Arbeit“, sagt Anke Wagner, Geschäftsführung Scientists into Business (SCiB) GmbH und Koordination des Lead-Projektes „Step In“. „Besonders bei internationalen Studierenden ist eine gezielte Ansprache wichtig. Wir arbeiten seit Jahren erfolgreich mit internationalen Studenten zusammen und wissen, worauf es ankommt. Die Studenten schätzen unsere familiäre Community und unseren exzellenten Zugang zur regionalen Wirtschaft, die bereits viele berufliche Perspektiven eröffnet hat“, sagt Anke Wagner.

Erfahrene Projektträger leisten wichtigen Beitrag für langfristige Fachkräftesicherung

Eine wichtige Scharnierfunktion für die Vernetzung im Großraum Chemnitz übernimmt der Career Service der TU Chemnitz. „Wir wollen die vielen attraktiven Unternehmen in der Region sichtbar machen und diese mit qualifizierten Nachwuchskräften zusammenbringen“, sagt Mitarbeiterin Cindy Paukert. Das Chemnitzer Team identifiziert stetig regionale Mittelstandsunternehmen, die Bedarf an Fachkräften haben und erfragt Anforderungen an die Bewerber wie Studienrichtung oder Sprachkompetenz. Parallel dazu beginnen die Vernetzungsmaßnahmen. Dazu gehören thematische Workshops mit Studierenden, um den Berufseinstieg von Absolventen in regionale Mittelstandsunternehmen zu erleichtern. Ähnlich agiert der Träger des Regionalprojektes Leipzig. ZAROF. GmbH steht im engen Austausch mit den Stakeholdern der Region. In Gesprächen mit Mittelständlern, Netzwerkpartnern und Studierenden gilt es, vorhandene Angebote aufzunehmen, konkrete Bedarfe zu ermitteln und adäquate Formate zu konzipieren, die beide Seiten miteinander verbinden. Mit ‚Schau rein’, Sachsens größte Initiative zur Berufsorientierung, organisiert ZAROF. jährlich eine Woche, in der Schüler potenzielle Ausbildungsbetriebe kennenlernen können und wird dies auch auf die Zielgruppe akademischer Fachkräfte ausweiten“, sagt Angela Ditter von der koordinierenden ZAROF. GmbH.

Zusammenarbeit zwischen den regionalen Projektträgern startet jetzt

Mit erfolgreichen Bewerbungskonzepten gestartet, beginnt nun die schrittweise Umsetzung der geplanten Maßnahmen: Zunächst legen die drei Regionalprojektpartner in den nächsten Wochen die Basis für eine effiziente Zusammenarbeit. Unter Koordination des Lead-Projekts stimmen die Partner die Leitlinien einer sachsenweit einheitlichen Marken- und Kommunikationsstrategie für „Step In“ ab. Damit sollen sächsische Studierende zu Beginn des Wintersemesters 2019/20 angesprochen werden. „Wir wollen ‚Step In’ in möglichst kurzer Zeit bei Studierenden, bei den Lehrstühlen der Hochschulen sowie sächsischen Unternehmen und Multiplikatoren bekannt machen“, sagt Anke Wagner. Geplant ist eine auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmte Webseite, die gleichzeitig der digitale Hub für die neue Fachkräfte-Community sein soll. Ab Herbst 2019 beginnt dann die Umsetzung von zahlreichen regionalen Maßnahmen, um die Sichtbarkeit sächsischer Unternehmen zu verbessern. Als Projektträger setzen wir für die Vernetzung von Talenten und Unternehmen im lebenswerten Raum unter anderem in der Region Dresden auf digitale Technologien, wie beispielsweise Video-Konferenzen. „Unternehmer, die aus Termingründen nicht immer an den Community-Veranstaltungen in den Groß- und Mittelstädten teilnehmen können, erhalten so die Möglichkeit, sich trotzdem vor einem interessierten Publikum als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren“, so Anke Wagner. Die Pläne kommen bei den sächsischen Unternehmen sehr gut an. „Wir haben eine vielfältige Hochschullandschaft in Sachsen und ebenso innovative Unternehmen. Wenn es ein Rahmenprogramm und auch finanzielle Unterstützung gibt, um beide Seiten besser und breiter zu vernetzen, dann können wir unsere Potenziale richtig nutzen. Denn wir Unternehmer brauchen Fachkräfte zur Entwicklung und Umsetzung innovativer Ideen, um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben“, betont Tobias John, EControl-Glas GmbH & Co. KG.

Sächsische Hochschulen sind Schlüsselpartner zur Fachkräftesicherung

Eine besondere Rolle bei der Umsetzung der „Step In“-Maßnahmen spielen die sächsischen Hochschulen. „Durch das Engagement bei ‚Step In’ können wir unseren Studierenden verstärkt Perspektiven auf dem sächsischen Arbeitsmarkt aufzeigen und sie beim Berufseinstieg in die regionale Wirtschaft unterstützen. So wird es uns noch besser gelingen als bisher, die Potenziale kleiner und mittlerer Unternehmen in der Region mit den Potenzialen unserer Absolventinnen und Absolventen aus dem In- und Ausland zusammenzubringen“, sagt Prof. Dr. Thomas Lenk, Prorektor für Entwicklung und Transfer an der Universität Leipzig. Neben den geplanten Formaten der drei Regionalprojekte sehen alle Partner Möglichkeiten, bei der Organisation von Firmenkontaktmessen, Unternehmensbesichtigungen, Praxistagen, der Vermittlung von Praktika sowie bei Abschlussarbeiten zukünftig noch intensiver zusammenzuarbeiten.

Über die Scientists into Business GmbH

Die Scientists into Business (SCiB) GmbH ist ein Dresdner Human Resource Start-Up von drei Absolventen der TU Dresden. Geführt wird das elfköpfige Team von den Geschäftsführerinnen Anke Wagner und Janett Krätzschmar, die 2017 zunächst die Scientists into Business GbR aus der Taufe hoben. SCiB legt den Fokus auf die Beratung von innovativen Talenten aus aller Welt sowie Unternehmern und Entscheidern, die ihr Unternehmen zukunftsfest aufstellen wollen. Die Arbeit von SCiB fördert die wechselseitige Sichtbarkeit und Vernetzung von kleinen und mittelständischen Unternehmen und High-Potentials und zeigt Karrierepfade für (internationale) Talente in Dresden auf. Seit 2017 ist die SCiB GmbH Projektträger von „intap - das internationale Talenteprojekt für Dresden“ für die Fachkräfteallianz Dresden. Das Non-Profit-Projekt hebt die Fachkräftesicherung auf ein neues Level und bindet auf innovative Art und Weise internationale Young Professionals an den Standort Dresden.

Über den Career Service der TU Chemnitz

Seit 2009 bietet der Career Service der Technischen Universität Chemnitz Studierenden ein umfangreiches Beratungs-, Informations- und Zusatzqualifikationsangebot an. Verortet am Zentrum für Wissens- und Technologietransfer verfügt das Projekt über ein umfassendes Netzwerk an internen und externen Partnern. Das Team von derzeit fünf Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ist hochmotiviert, den (internationalen) Studierenden sowie Absolventen und Absolventinnen den Übergang vom Studium in den Beruf zu erleichtern. Hier liegt der Fokus auf dem Verbleib qualifizierter Fach- und Führungskräfte in der Region Chemnitz und in Sachsen.

Über die ZAROF. GmbH

Gegründet als Zentrum für Arbeits- und Organisationsforschung ist ZAROF. als Forschungs- und Beratungsunternehmen im Bereich Bildung und Arbeitsmarkt seit 1995 sachsen- und bundesweit an den Standorten Leipzig (Hauptsitz) und Berlin tätig. ZAROF. steht für die Gestaltung von Veränderungsprozessen in und zwischen Organisationen und Regionen. Dabei verfolgt ZAROF. einen ganzheitlichen Ansatz von der Analyse über die Entwicklung von Konzeptionen und die Begleitung in der Umsetzung bis hin zur Evaluierung. Mit einem interdisziplinären Team stehen für ZAROF. individuelle, auf die spezifischen Bedürfnisse unserer Auftraggeber zugeschnittene Lösungen im Mittelpunkt. Zu den zahlreichen Auftraggebern zählen Bundes- und Landesbehörden sowie Landkreise und Kommunen ebenso wie privatwirtschaftliche Unternehmen. Langjährige und intensive Arbeitsbeziehungen verbinden die ZAROF. GmbH mit dem Landkreis Nordsachsen, dem Landkreis Leipzig und der Stadt Leipzig. Insbesondere im Bereich der Berufs- und Studienorientierung bestehen seit 2005 enge Kooperations- und Netzwerkbeziehungen.

Für Rückfragen:

Lead-Projekt "Step In" c/o Scientists into Business (SCiB) GmbH
Janett Krätzschmar-König
Tel.: +49 351 20873790 / +49 151 25268872
E-Mail: jkk@scib.consulting

Quelle: Pressemitteilung von "Step In" c/o Scientists into Business (SCiB) GmbH vom 24. Juli 2019