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Brustkrebs in Sachsen - Das Gemeinsame Krebsregister informiert anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober

25.10.2019

Brustkrebs ist bei Frauen mit Abstand die häufigste Krebserkrankung. Im Jahr 2019 werden laut Schätzungen des Gemeinsamen Krebsregisters (GKR) ungefähr 3.700 Frauen in Sachsen neu an Brustkrebs erkranken. Damit betrifft knapp jede dritte Krebsdiagnose (29%) bei Frauen die Brust. Pro Jahr sterben 840 Frauen infolge ihrer Brustkrebserkrankung (Durchschnitt der Jahre 2016-2017).

»Es ist wichtig, dass die entsprechenden Angebote zur Krebsvorsorge genutzt werden, denn die Heilungschancen sind gut, wenn der Krebs rechtzeitig erkannt wird. In Sachsen können Frauen einen Termin zum Mammografie-Screening mittlerweile auch online vereinbaren. Damit wurde Frauen der Zugang zur Brustkrebsfrüherkennung nochmals erheblich erleichtert«, so Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.

Im Schnitt liegt das Alter bei Diagnose in Sachsen bei 64 Jahren. Die höchste Neuerkrankungsrate ist bei Frauen im Alter von 65 bis 70 Jahren zu beobachten, was eventuell auf einen Screeningeffekt zurückzuführen ist. Doch auch jüngere Frauen sind betroffen. Knapp ein Sechstel aller Erkrankten ist bei Diagnose jünger als 50 Jahre.

Die ersten fünf Jahre nach der Diagnose überleben in Ostdeutschland 86% der Patientinnen. Wird der Brustkrebs in einem frühen Stadium entdeckt, also wenn der Tumor kleiner als 2 cm ist und keine Metastasen in umliegenden Lymphknoten und anderen Organen vorliegen, sind die Überlebensraten ungefähr so gut wie in der nichterkrankten Bevölkerung.

Auf Grund der insgesamt guten Prognose bei Brustkrebs lebten Ende 2015 in Sachsen 26.500 Frauen, bei denen innerhalb der vergangenen 10 Jahre Brustkrebs diagnostiziert wurde. Das sind 1,3% aller sächsischen Frauen im Erwachsenenalter. Bei weiteren 23.800 Frauen (1,2%) wurde eine Brustkrebsdiagnose gestellt, die länger als 10 Jahre zurückliegt.

Ausführliche Informationen zu den häufigsten Krebserkrankungen in Sachsen stehen im Landesbericht »Krebs in Sachsen 2014-2015«. Der Bericht kann auf der Internetseite des Gemeinsamen Krebsregisters www.krebsregister.berlin.de heruntergeladen werden.

Hintergrund:

Das im Jahr 2007 in Sachsen eingeführte Mammographie-Screening-Programm ermöglicht die Erkennung von Krebsvorstufen und trägt so zu einem Rückgang fortgeschrittener Brustkrebserkrankungen bei. Dieses Programm führt dazu, dass mehr Tumore in einem früheren Stadium erkannt werden, in dem sie noch nicht tastbar sind. Verbesserte Therapie- und Diagnosemöglichkeiten führen somit zu höheren Überlebensraten.
Grundsätzlich haben alle Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren mit einer gültigen Krankenversicherung alle zwei Jahre den gesetzlichen Anspruch auf eine Mammographie. Mit Wohnsitz in Sachsen werden sie hierzu automatisch von der Zentralen Stelle in Chemnitz eingeladen. Die Zentrale Stelle regelt den gesamten Terminvergabeprozess und ist der erste Ansprechpartner bei Terminveränderungen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Mit einer gültigen Einladung und einem Terminvorschlag von der Zentralen Stelle erhält die anspruchsberechtigte Frau einen Einladungscode. Mit diesem Code kann sie sich auf https://sachsen.mammotermin.de in das Portal einloggen.

Dort hat die Frau unterschiedliche Möglichkeiten: Sie kann ihren Termin je nach Verfügbarkeit verschieben. Des Weiteren kann der Termin bestätigt oder abgesagt werden. Der Code ist immer bis zum aktuellen Mammographie-Termin gültig. Nur am Tag der Untersuchung kann die Frau den Termin im Portal nicht mehr ändern.

Quelle: Pressemitteilung vom Medienservice Sachsen vom 25.10. 2019