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Uni Leipzig: Biomaterialentwicklung – Verlängerung für Sonderforschungsbereich

24.05.2013
Biomaterialentwicklung: Verlängerung für Sonderforschungsbereich Der Transregio Sonderforschungsberich (SFB) 67 "Matrixengineering" wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für weitere vier Jahre mit mehr als 10 Millionen Euro gefördert.

Biomaterialentwicklung: Verlängerung für Sonderforschungsbereich

Der Transregio Sonderforschungsbereich (SFB) 67 "Matrixengineering" wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für weitere vier Jahre mit mehr als 10 Millionen Euro gefördert. Die Forscher des von der Universität Leipzig und der TU Dresden gemeinsam mit außeruniversitären Forschungszentren getragenen Verbundes widmen sich der Erforschung und Entwicklung von funktionellen Biomaterialien zur Behandlung von Knochen- und Hautdefekten. Die DFG und die externen Gutachter bescheinigten dem Projekt eine beispielhafte fächerübergreifende Zusammenarbeit, ein innovatives Konzept, exzellente Vorarbeiten und ein zukunftsweisendes Forschungsprogramm.

Ziel des Transregio 67 ist es, neuartige, funktionelle Biomaterialien auf der Basis von artifizieller extrazellulärer Matrix zu erforschen. Dazu sollen neue Komponenten, bestehend unter anderem aus Glykosaminoglykan-Derivaten, biomimetischen Proteoglykan-Analoga und Kollagenen analysiert werden. Diese gehen Wechselwirkungen mit im Gewebe vorkommenden Botenstoffen ein und stimulieren so Heilungsprozesse. Die Vision der beteiligten Wissenschaftler ist es, dass sich durch die neuen Materialien die Wundheilung nach Knochen- und Hautverletzungen beschleunigen lässt, da die Matrizes selbstorganisierend in die körpereigenen Regenerationsvorgänge eingreifen können. Dies wird insbesondere in der Implantations- und Transplantationsmedizin zu besseren und schnelleren Heilungserfolgen führen und Patienten langwierige Behandlungen von schlecht heilenden Verletzungen ersparen.

Fachübergreifender Expertenverbund

Die Besonderheit des Transregios liegt in seinem interdisziplinären Ansatz, der den Bogen spannt von den Natur- und Material¬wis¬senschaften bis hin zu klinischen An¬wen¬dungen in der Behandlung akuter und degenerativer Defekte in Knochen und Haut. Aus Leipzig sind 9 Projekte aus der Universitätsmedizin, der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie sowie vom Helmholtzzentrum für Umweltforschung aus Dresden 6 Gruppen aus den Fakultäten für Ma¬schi¬nenwesen, Mathematik und Naturwissenschaften und für Medizin "Carl Gustav Carus" sowie vom BIOTEC beteiligt. Weitere 3 Projekte werden standortübergreifend von Dresdner und Leipziger Forschern gemeinsam geleitet, sie werden ergänzt durch ein Projekt vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenz¬flä¬chen¬for-schung in Potsdam.

Wie in der ersten Förderperiode wird sich der Transregio auch stark in der Nachwuchsförderung engagieren. Dazu wird das integrierte Graduiertenkolleg "Matrixengineering" fortgesetzt, welches den im TRR 67 beschäftigten Promovierenden neben der Arbeit an ihrem Dissertationsprojekt eine strukturierte Ausbildungskomponente anbietet. Es werden Kurse zur fachlichen Weiterbildung, zu interdisziplinären Themen, und Laborrotationen zur Erweiterung des fachlichen Horizontes angeboten. Neu sind Kurse zur Karriereplanung, in denen sich die Promovierenden frühzeitig über berufliche Perspektiven informieren und Kontakte knüpfen können. Das integrierte Graduiertenkolleg ist in die vorhandenen Graduiertenschulen an beiden Standorten, die Research Academy Leipzig (RAL) sowie in Dresden in die Dresden International Graduate School of Biomedicine/Bioengineering (DIGS-BB) und Graduiertenakademie eingebunden.

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Weitere Informationen:

Prof. Dr. Jan Simon

Telefon: +49 341 97-18600

E-Mail: Jan.Simon@uniklinik-leipzig.de

Web: www.trr67.de

Quelle: Pressemeldung der Universität Leipzig 154/2013 vom 24.05.2013