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José Carreras Best Paper Award: Die erste Preisträgerin kommt von der Universität Leipzig

12.12.2016

Zum ersten Mal hat die José Carreras Leukämie-Stiftung den José Carreras Best Paper Award ausgelobt. „Unser Ziel ist es, innovative Forschungsansätze noch intensiver herauszuarbeiten und zu fördern, um die Heilungschance für Patienten weiter zu verbessern und der großen Vision unseres Stifters José Carreras wieder einen Schritt näher zu kommen: Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem“, erklärt Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand der José Carreras Leukämie-Stiftung.

Der mit 10.000 Euro dotierte Award war im Herbst 2016 erstmals ausgeschrieben worden und richtet sich an von der José Carreras Leukämie-Stiftung in der Vergangenheit geförderte Mediziner und Forscher aus anderen naturwissenschaftlichen Fachgebieten, die im Jahr 2015 eine wissenschaftliche Arbeit über Leukämie oder eine andere bösartige Blut- oder Knochenmarkerkrankung veröffentlicht haben und deren Publikation in Fachkreisen auf eine möglichst große Resonanz gestoßen ist. Das Preisgeld dient dazu, die wissenschaftliche Forschung des Ausgezeichneten weiter zu unterstützen.

Erste Preisträgerin, so hat der Wissenschaftliche Beirat der José Carreras Leukämie-Stiftung jetzt mitentschieden, ist Dr. Daniela Bräuer-Hartmann für ihre im Cancer Research August 2015 veröffentlichte Arbeit „PML/RARα-Regulated miR-181a/b Cluster Targets the Tumor Suppressor RASSF1A in Acute Promyelocytic Leukemia“. 

Die Diplom-Biologin forscht seit 2011 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Die 37-jährige Mutter von zwei Kindern stammt ursprünglich aus Marienberg (Erzgebirge) und hat bereits durch eine Reihe von Vorträgen und Veröffentlichungen auf sich aufmerksam gemacht. Von 2010 bis 2014 wurde sie mit dem Forschungsstipendium der José Carreras Leukämie-Stiftung gefördert. Auch in ihrer Promotion, die sie im Frühjahr 2016 abschloss, beschäftigte sich die Wissenschaftlerin mit dem Kampf gegen Leukämie. Der Titel ihrer Arbeit lautet: „Charakterisierung des miR-181a/b-Clusters in der akuten Promyelozytenleukämie“.  Ihr Biologiestudium hat die Preisträgerin von 1998 bis 2005 an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg absolviert.

Dr. Gabriele Kröner: „Frau Dr. Bräuer-Hartmann ist eine engagierte Wissenschaftlerin, die sich dem Kampf gegen Leukämie verschrieben hat. Sie ist damit eine würdige Preisträgerin, deren Forschungsergebnisse vielleicht bald dazu beitragen, viele Leben zu retten. Persönlich freut es mich auch, dass mit ihr eine Mutter von zwei kleinen Kindern den ersten José Carreras Best Paper Award gewonnen hat. Frau Dr. Bräuer-Hartmann ist damit auch ein gutes Beispiel für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Der 2016 erstmals ausgeschriebene José Carreras Best Paper Award soll künftig jährlich vergeben werden. Die nächste Ausschreibung findet im Herbst 2017 statt.

Der Universitätsstandort Leipzig wurde in den letzten 20 Jahren mit knapp 8 Millionen Euro von der José Carreras Leukämie-Stiftung gefördert, u.a. für den Bau einer José Carreras Einheit für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation und eines Diagnostik-Forschungslabors.

Quelle: Pressemitteilung des Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. vom 1. Dezember 2016