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Grenzüberschreiten­de Zusammenarbeit im Fokus

01.10.2018
2. Sächsisch-Polnischer Innovationstag in Breslau war ein großer Erfolg.

Welchen Mehrwert bringt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Entstehung von Innovationen auf dem Gebiet der personalisierten Biomedizin und Medizintechnik? Dieser Frage gingen rund 100 Teilnehmer aus Wissenschaft, Industrie, Politik und Inkubation auf dem Sächsisch-Polnischen Innovationstag am 20. September 2018 in Breslau nach.

Ausgerichtet vom Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau und der Technischen Universität Dresden (TU Dresden) fand der Innovationstag in der jüngst eröffneten Bibliothek der Medizinischen Universität Breslau statt.

Den Auftakt bildete ein feierlicher Empfang am Vorabend der Veranstaltung im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen. Im Beisein der Sächsischen Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Frau Barbara Klepsch, betonte Prof. Gerhard Rödel, Prorektor für Forschung an der Technischen Universität Dresden, dass die sächsisch-polnische Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft ein hohes Potential für die Umsetzung von Innovationen biete. Ziel der Veranstaltung sei es, „bereits bestehende Verbünde und Netzwerke sichtbar zu machen, neue Ideen und Partner für Zusammenschlüsse zu finden und Rahmenbedingungen sowie Fördermöglichkeiten für Kooperationen kennenzulernen.“

Nach den Grußworten von Prof. Piotr Ponikowski, Prorektor für Wissenschaft an der Medizinischen Universität Wrocław und von Prof. Christian Hannig, Studiendekan Zahnmedizin an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden, nutzten die Experten den Sächsisch-Polnischen Innovationstag, um den formulierten Zielen einen großen Schritt näher zu kommen. In Impuls-Vorträgen erhielten die Teilnehmer Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in den Themenbereichen „Marktpotenziale der Biomedizin und Medizintechnik“ und „Mehrwert durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit“. Mit Best-Practice-Beispielen aus beiden Ländern wurden bereits bestehende, erfolgreiche Kooperationen und auch Fördermöglichkeiten aufgezeigt.

Diese Impulse wurden in Workshops diskutiert und analysiert. Dabei wurden die Potenziale herausgearbeitet und in konkrete Handlungsempfehlungen gebracht. Konsens bestand darin, dass die personalisierte Biomedizin und Medizintechnik ein enormes Entwicklungspotenzial bietet. Sächsische und polnische Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen – von der Medizin über die Materialwissenschaft bis hin zur Informatik – werden künftig gemeinsam zukunftsfähige Lösungen finden und in den Transfer bringen, um die Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können.

Prof. Niels Modler, Vorstandsmitglied des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK), betonte abschließend im Plenum, dass der Sächsisch-Polnische Innovationstag ein wichtiges Instrument für den Ausbau der strategischen Partnerschaft mit Polen sei. „Gemeinsam konnten wir Impulse für das Wachstum der Region setzen, die zukünftig zu international konkurrenzfähigen Lösungen für den gesellschaftlichen Wandel entwickelt werden“, so Prof. Modler. Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden forscht seit über 15 Jahren im Bereich der Medizintechnik.

Quelle: Newsmeldung des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden vom 25.09.2018