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EU-Forschungskommissarin vom Hightech-Standort Sachsen beeindruckt

04.12.2012
Máire Geoghegan-Quinn besuchte an zwei Tagen Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Freistaat

Máire Geoghegan-Quinn besuchte an zwei Tagen Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Freistaat

Der Freistaat Sachsen besitzt mit 14 Hochschulen und über 50 Forschungseinrichtungen aller großen Forschungsgemeinschaften und -gesellschaften eine exzellente und auch international sichtbare Wissenschaftslandschaft. Ebenso nimmt Sachsen einen wichtigen Platz bei Forschung und Produktion von sogenannten Schlüsseltechnologien ein, allen voran die Mikro-und Nanoelektronik sowie Biotechnologie.

Bei ihrem zweitägigen Besuch im Freistaat konnte die EU-Kommissarin für Wissenschaft und Forschung, Máire Geoghegan-Quinn, einen fundierten Eindruck von dieser exzellenten Forschungsinfrastruktur erhalten. Schwerpunkte des Besuchs waren Unternehmen und Forschungsinstitute der Mikro- und Nanoelektronik, der organischen Elektronik, der Biotechnologie und Materialwissenschaften. Diese Gebiete sind von entscheidender strategischer Bedeutung für die künftige wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und Europas.

"Ich freue mich sehr, bei meinem Besuch in Sachsen eines der führenden Mikroelektronikcluster der Welt kennen zu lernen. Die Region ist auch in Bereichen wie Transport, Photonik und Biotechnologie sehr aktiv. Sachsen betreibt gezielt Forschung und Entwicklung und steigert damit die europäische Wettbewerbsfähigkeit, gerade jetzt, wo wir Hightech-Wachstum und Arbeitsplätze brauchen. Darum unterstützt die Europäische Kommission auch Forschung in Sachsen mit Geldern aus unseren Rahmenprogrammen und aus den Strukturfonds. Die Förderung werden wir sicherlich auch im neuen EU-Forschungsrahmenprogramm HORIZON 2020 fortsetzen", sagte EU-Kommissarin Máire Geoghegan-Quinn.

Sachsen stehen in der aktuellen Förderperiode (2007-2013) ca. 3,1 Milliarden Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und ca. 900 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Mit dieser Hilfe konnte auch die vielfältige und weithin sichtbare Forschungsinfrastruktur weiter ausgebaut und die Entwicklung von Schlüsseltechnologien entscheidend vorangetrieben werden. Die Europäische Union hat sich das Ziel gesetzt, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bis zum Jahr 2020 auf 3 Prozent des Bruttoinlandprodukts zu erhöhen. Der Freistaat Sachsen ist mit 2,88 Prozent im Jahr 2010 auf gutem Wege und liegt damit sogar knapp über dem Bundesdurchschnitt.

Wissenschafts- und Technologieministerin Sabine von Schorlemer warnt vor einem Absenken der EU-Mittel für Forschung und Entwicklung: „Der Freistaat hat ein gutes Stück auf der Treppe zur Exzellenz erklommen. Nun gilt es, das erreichte Niveau zu halten und besonders auf Schlüsseltechnologiegebieten weiter zu erhöhen. Dafür wollen wir auch das künftige achte EU-Forschungsrahmenprogramm HORIZON 2020 intensiv nutzen. Ich hoffe deshalb sehr, dass die laufenden Verhandlungen zum mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Kommission die strategische Bedeutung von Forschung, Entwicklung und Produktion auf Schlüsseltechnologiegebieten abbilden. Eine Kürzung in diesem Bereich gefährdet die Zukunftsfähigkeit Europas.“

Quelle: Pressemeldung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 4.12.12