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17. Innovationspreis des Freistaates Sachsen

15.11.2013
Gewinner des diesjährigen Staatspreises beim Innovationsgipfel in Chemnitz geehrt

In Chemnitz fand heute der 3. Sächsische Innovationsgipfel statt. Rund 200 Teilnehmer tauschten sich zu der Frage aus, wie Wirtschaft und Wissenschaft im Innovationsprozess stärker miteinander kooperieren können. Der Besuch der Werkstätten und Labore des Fraunhofer IWU, Fraunhofer ENAS und des Instituts für Strukturleichtbau der TU Chemnitz ermöglichte den Teilnehmern, direkt mit den Wissenschaftlern zu diskutieren und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten.

Im Rahmen des sächsischen Innovationsgipfels wurden auch die Gewinner des 17. Innovationspreises des Freistaates Sachsen bekannt gegeben und geehrt. Sieger des mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Staatspreises ist die SURAGUS GmbH aus Dresden. Den zweiten Platz teilen sich die GICON – Großmann Ingenieur Consult GmbH (Dresden) und die theratecc GmbH & Co. KG (Chemnitz). Der Sonderpreis der sächsischen Handwerkskammern in Höhe von 5.000 Euro geht an die Götz Lamm & Co. OHG Metalltechnik aus Großenhain.

„Die diesjährigen Preisträger sind ein gutes Beispiel für die hohe Innovationskraft sächsischer Unternehmen“, betonte Sven Morlok, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, bei der Übergabe der Preise. „Viele Bewerber bieten innovative Lösungen für wichtige Zukunftsfelder unserer Gesellschaft, zu den Themen, die uns alle angehen wie Umwelt, Energie, Mobilität, Digitale Kommunikation. “

Für den Innovationspreis des Freistaates Sachsen bewarben sich insgesamt 40 sächsische Unternehmen, davon 14 Handwerksbetriebe. Neben Maschinenbauern, Softwareentwicklern, Lebensmittel- und Geräteherstellern haben sich Handwerker, Technologieunternehmen und Dienstleister verschiedenster Branchen um den Preis beworben.

„Der Bewerberkreis war in diesem Jahr besonders vielfältig“, so Sven Morlok. „Diese Vielfalt zeigt sich nicht nur bei den Bewerbern, sondern auch bei den Preisträgern. So konnte die SURAGUS GmbH mit einer neuen Technologie zur Prüfung von Carbonfasermaterialien, die GICON – Großmann Ingenieur Consult GmbH mit einem Biogasverfahren zur nachhaltigen Energieerzeugung aus organischen Abfällen und die theratecc GmbH & Co. KG mit einem Gerät für zahnmedizinische Diagnosen überzeugen.“

1. Preis geht an die SURAGUS GmbH aus Dresden

Die Ende 2010 gegründete SURAGUS GmbH aus Dresden ist der Sieger des 17. Wettbewerbs um den Innovationspreis des Freistaates Sachsen. Das Unternehmen erhält für seine neue Technologie zur berührungslosen und zerstörungsfreien Prüfung von Carbonfasermaterialien den Siegerpokal und ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro.

Die SURAGUS GmbH ist eine Ausgründung aus dem Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren Dresden (IZFP). Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Wirbelstromprüftechnik. Das Unternehmen nutzt neue technologische Möglichkeiten durch Fortschritte in der Signalverarbeitung, die Verfügbarkeit leistungsfähigerer Rechentechnik sowie neue Fertigungs- und Miniaturisierungsverfahren. Anwendungsfelder sind beispielsweise die Qualitätsprüfung von strukturierten und unstrukturierten Funktionsschichten, von Faser- und Verbundwerkstoffen sowie von klassischen Werkstoffen.

2. Preis geht an GICON – Großmann Ingenieur Consult GmbH und die theratecc GmbH & Co. KG

Beim 17. Innovationspreis des Freistaates Sachsen gibt es gleich zwei Zweitplazierte. Die GICON – Großmann Ingenieur Consult GmbH aus Dresden und die theratecc GmbH & Co. KG aus Chemnitz wurden von der Fachjury punktgleich bewertet und teilen sich damit den 2. Platz. Beide Unternehmen erhalten jeweils 12.500 Euro Preisgeld.

Die 1994 gegründete GICON Großmann Ingenieur Consult GmbH ist ein unabhängiges, international tätiges Consulting- und Engineeringunternehmen aus Dresden. Rund 300 festangestellte und 15 freie Mitarbeiter arbeiten für GICON. Seine Leistungen erbringt das Unternehmen insbesondere in den Bereichen Energie und Umwelt, Anlagen- und Genehmigungsplanung, Ökosysteme, Boden- und Gewässermanagement, Technische Informatik und Technologische Entwicklungen.

Das von der GICON entwickelte Biogasverfahren eignet sich vor allem dazu, aus organischen Abfällen und Landschaftspflegegut Bioenergie, insbesondere Biogas, zu gewinnen. Bei dem von GICON entwickelten Verfahren wird der mikrobiologische Abbauprozess in zwei zeitlich und räumlich entkoppelte Stufen getrennt.

Die theratecc GmbH & Co. KG aus Chemnitz ist seit ihrer Gründung im Jahr 2010 im Bereich Gerätetechnik tätig. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt dabei auf Herstellung und Vertrieb von speziellen Geräten für die Zahnmedizin und Zahntechnik.

Das Unternehmen hat ein spezielles zahnmedizinisches Gerät für die digitale Kieferrelationsbestimmung entwickelt. Das Gerät ermöglicht dem Zahnmediziner, in kurzer Zeit eine komplette instrumentale Funktionsanalyse zur eindeutigen Diagnose von Kieferfehlstellungen durchzuführen.

Sonderpreis der sächsischen Handwerkskammern geht an die Götz Lamm & Co. OHG – Metalltechnik aus Großenhain

Die Götz Lamm & Co. OHG Metalltechnik aus Großenhain produziert Zulieferteile in Lohnfertigung. Das Spektrum des Unternehmens reicht dabei von der CNC-Dreh- und Fräsbearbeitung über den Werkzeug- und Vorrichtungsbau bis hin zur Konstruktion und Herstellung von Sondermaschinen.

Das Unternehmen hat einen multifunktionalen Rasenmäher entwickelt. Der Rasenmäher ist in der Lage, über eine frontseitig angeordnete Zapfwelle zahlreiche Zusatzmaschinen anzutreiben. Mittels dieser Zusatzmaschinen lässt sich das Gerät auch als Schneeräumer, Kehrmaschine, Balkenmäher und Generator einsetzen. Das Auswechseln der Zusatzmaschinen ist dabei schnell und unkompliziert ohne Einsatz von Werkzeugen möglich.

Mit dem Innovationspreis würdigt Sachsen herausragende Leistungen von Unternehmen, die im Freistaat ansässig sind und bis zu 500 Mitarbeiter beschäftigen. Geehrt werden wegweisende Ideen, die in Produkt-, Dienstleistungs-, Prozess- oder Organisationsinnovationen Eingang gefunden haben und am Markt platziert werden konnten.

Bis zum 17. Mai 2013 konnten sich sächsische Mittelständler und Handwerker für den diesjährigen Innovationspreis bewerben. Aus den eingereichten Unterlagen hat eine Fachjury die zwölf besten Bewerber ermittelt. Diese wurden zu einer Präsentation ihres Wettbewerbsbeitrages am 19. September 2013 nach Dresden eingeleitet. Dort mussten sie die Jury insbesondere in den Kategorien Innovationsgrad, unternehmerisches Engagement sowie wirtschaftlicher Erfolg überzeugen. Zu den Jurymitgliedern gehörten Vertreter aus Hochschulen, Wirtschaftsverbänden und -medien, Banken sowie Wirtschaftsberatungs- und -prüfungsgesellschaften. Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Fiedler hatte den Vorsitz der Jury inne.

Weitere Informationen unter www.innovationspreis.sachsen.de

Quelle: Medieninformation des SMWA vom 14.11.2013