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Wie das Immunsystem körpereigene und fremde DNA unterscheidet

21.05.2018

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG bewilligte den mit Beteiligung der TU Dresden, der Universität Bonn (Sprecherhochschule) und der Ludwig-Maximilians-Universität München beantragten Sonderforschungsbereich/Transregio 237 zum Thema „Nukleinsäure-Immunität".

Der Sonderforschungsbereich wird ab Juli 2018 in seiner ersten Förderphase von vier Jahren mit rund 8,6 Millionen Euro gefördert. Gemeinsam wollen die Wissenschaftler neue Einsichten zu den molekularen Mechanismen erlangen, die der Immunabwehr von fremden Nukleinsäuren, also fremdem Erbgut von beispielsweise Krankheitserregern, zu Grunde liegen. Da diese im Falle einer Fehlregulation zu einer Reihe von krankhaften Veränderungen wie zum Beispiel chronischen Virusinfektionen, Entzündungen und Autoimmunerkrankungen beim Menschen führen können, haben die Forschungsergebnisse ein hohes klinisches Translationspotential. Die Ergebnisse sollen auch die Entwicklung neuer, gezielter Therapien und therapeutischer Impfstoffe ermöglichen.

Am Dresdner Standort des Konsortiums sind die Kinderklinik, die Hautklinik und das Institut für Immunologie beteiligt. Zusammen werden sie nun von der DFG mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert. Standortsprecher für die von Seiten der TU Dresden beteiligten Wissenschaftler ist Prof. Axel Roers, Direktor des Instituts für Immunologie an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden.

Quelle: Pressemitteilung der TU Dresden vom 18. Mai 2018