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Superhirn im Dienst der biologischen Vielfalt – Forschungszentrum iDiv nimmt Hochleistungsrechner in Betrieb

14.05.2014
Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig nimmt einen neuen Hochleistungsrechner in Betrieb

Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig nimmt einen neuen Hochleistungsrechner in Betrieb. Das High Performance Computing Cluster (HPC-Cluster) wird mit 1,03 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert und besteht aus 70 Servern mit insgesamt 400 Terabyte Speicherkapazität. Integriert wird der Rechner in ein bereits bestehendes Cluster am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ.

Neuer Rechner ermöglicht Simulation ökologischer Szenarien

Unvorstellbare 30 Billionen Rechenvorgänge pro Sekunde: Dazu ist der neue Hochleistungsrechner in der Lage, den iDiv erworben hat. "Dieser Rechner ermöglicht uns Forschungsarbeit auf Spitzenniveau, denn mit ihm lassen sich auch Big Data bearbeiten, also komplexe und verdichtete Informationsmengen", betont Prof. Christian Wirth, Direktor des Forschungszentrums iDiv. Solche hochdimensionalen Datensätze sind mittlerweile integraler Bestandteil in der Biodiversitätsforschung und ergeben sich beispielsweise, wenn Messpunkte von Kameradrohnen oder Satellitenaufnahmen auszuwerten sind, durch die Wissenschaftler Rückschlüsse auf Klimaveränderungen und die Vielfalt von Arten in bestimmten Naturräumen ziehen können. Weitere Anwendungsfelder des HPCClusters: Sequenzanalysen, durch die zum Beispiel die genetischen Merkmale eines ganzen Ökosystems erfasst und codiert werden, und das Simulieren von ökologischen Szenarien.

Synergien im neuen Leipziger Rechenzentrum

Das HPC-Cluster wird Wissenschaftlern des Universitätsverbundes Halle, Jena, Leipzig und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zur Verfügung stehen. Die Partner werden über eine 10-Gigabit-Ethernet-Leitung mit dem System verbunden, was eine flexible und institutionenübergreifende Nutzung möglich macht. Der Hochleistungsrechner wurde in einen am UFZ Leipzig bereits vorhandenen Serververbund integriert, dessen Arbeitsspeicher sich damit von 5,5 auf 17,5 Terabyte erweitert. "Wir freuen uns sehr, dass wir durch die Wahl des Cluster-Standorts am UFZ unsere langjährigen Erfahrungen im Umgang mit großen Datenmengen zur Modellierung und Simulation von Umweltprozessen optimal in den iDiv-Verbund einbringen können", erklärt der Wissenschaftliche Geschäftsführer des UFZ, Prof. Georg Teutsch. Das HPC-Cluster wurde am 5. Mai 2014 im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) feierlich eingeweiht.

Quelle: Pressemitteilung von iDiv und UFZ vom 5.5.14