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Staatsministerin von Schorlemer „Zielmarke 3 Prozent für Forschung und Entwicklung ist in den nächsten zwei Jahren zu schaffen“

30.06.2013
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Sachsen gestiegen „Der Freistaat Sachsen kommt dem Zil der Europäischen Union, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben, immer näher.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Sachsen gestiegen

„Der Freistaat Sachsen kommt dem Ziel der Europäischen Union, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben, immer näher. Das haben wir vor allem den Forschung und Entwicklung betreibenden sächsischen Unternehmen zu verdanken, besonders dem innovativen Mittelstand. Dazu kommt das Engagement der EU, des Bundes und des Freistaates selbst“, sagte Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer vor dem Hintergrund der neuesten Länderzahlen zur Intensität von Forschung- und Entwicklung (FuE) des Jahres 2011. „Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten zwei Jahren diese wichtige Zielmarke erreichen können. Dafür müssen wir weiterhin alles tun, damit vor allem unsere Unternehmen noch mehr in Forschung und Entwicklung investieren.“

Danach sind die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Sachsen von 2,88 im Jahr 2010 auf 2,92 Prozent des Bruttoinlandsprodukts weiter gestiegen. Der Freistaat Sachsen konnte so seinen Platz fünf im deutschen Ländervergleich halten. Der Bundesschnitt hat sich von 2,8 (2010) auf 2,91 Prozent verbessert, wobei dieses Ergebnis besonders auf die Steigerung der FuE-Ausgaben der baden-württembergischen Wirtschaft um über zwei Milliarden Euro zurückzuführen ist. Baden-Württemberg liegt nun bei über 5 Prozent, danach rangieren noch Bayern, Berlin und Hessen vor dem Freistaat Sachsen.

Staatsministerin Sabine von Schorlemer verwies darauf, dass für Sachsen wie auch für die anderen neuen Länder die Erhöhung des Anteils der Wirtschaft an den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung besonders wichtig sei (derzeit 43 Prozent). Im Jahr 2011 gab die sächsische Wirtschaft immerhin 1,2 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus, 70 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

„Die weitere Entwicklung wird auch davon abhängen, inwieweit es sächsischen Unternehmen gelingt, an den technologieorientierten Förderprogrammen und Wettbewerben der EU, des Bundes und des Freistaates zu partizipieren. Ich setze hier vor allem auf das neue Forschungsrahmenprogrammm der EU (Horizont 2020) und auf die neue Strukturfondsperiode“, so die sächsische Wissenschaftsministerin.

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe und die Berliner Euronorm GmbH hatten bereits im März 2013 im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst den „Sächsischen Technologiebericht 2012“ vorgelegt. Insgesamt zeigt sich, dass Sachsen seine Position im oberen Mittelfeld der deutschen Länder behauptet und in der Vergangenheit kontinuierlich verbessert hat.

Sachsen weist vor allem bei den Forschungsaktivitäten Stärken auf, während insbesondere bei der Verwertung von Forschungsergebnissen noch Aufholbedarf besteht, so der Bericht. Chancen ergeben sich aus den Forschungsausgaben, der Kooperationsneigung sächsischer Akteure und der Beteiligung an Förderprogrammen. Risiken liegen vor allem in der (noch nicht umfänglich ausgeprägten) Verwertung von Forschungsergebnissen und punktuell auch in der Bildung.

Besondere Stärken zeigen sächsische Hochschulen bei der Einwerbung von Drittmitteln, die auch ein Qualitätsmerkmal der Forschungsleistung darstellen. Deren Anteil an den Gesamtausgaben der Hochschulen liegt mit 19,8 Prozent im Jahr 2010 deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 14,3 Prozent sowie über dem Durchschnitt in den übrigen neuen Ländern (16 Prozent). Mit 360.650 Euro pro Professor lagen die Drittmitteleinahmen an sächsischen Universitäten deutlich über dem bundesweiten Mittelwert von 261 700 Euro. Bei diesem Indikator steht Sachsen unter allen Ländern an erster Stelle.

Bei den Aufwendungen für FuE in der Wirtschaft wirkt sich die kleinteilige Betriebsgrößenstruktur in allen neuen Ländern weiterhin „nachteilig“ aus. In Sachsen sind 63% des FuE-Personals in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) beschäftigt – im Bundesdurchschnitt sind es 17%. Große Unternehmen binden in Sachsen 30% des FuE-Personals, in Deutschland insgesamt sind es 76%.

Quelle: Medieninformation des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 30.06.2013