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Sachsens innovative KMU auch in Europa erfolgreich: SelfD Technologie GmbH erhält Hauptförderung

13.01.2015
Horizon 2020, das Forschungs- und Innovationsprogramm der EU, fördert innovative Unternehmen mit hohem Wachstumspotential. Die SelfD Technologie GmbH aus Sachsen überzeugte mit einem Projekt zur Heimdiagnose von Infektionskrankheiten.

Die Europäische Kommission hat am 9.1.2015 die Liste der kleinen und mittleren Unternehmen veröffentlicht, die sich erfolgreich um eine Förderung durch die Europäische Union beworben haben. Gefördert werden im Rahmen von Horizon 2020, dem Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union, innovative Unternehmen mit einem hohen Wachstumspotential. Für die ersten Anträge, die 2014 gestellt wurden, stehen 117 Mio. Euro zur Verfügung, das Gesamtbudget des Instruments beträgt 3 Mrd. Euro. 

In der ersten Förderphase erhalten Unternehmen 50.000 Euro für Machbarkeitsstudien, in der zweiten Phase können sich Unternehmen für die Durchführung von Demonstrations- und Pilotprojekten und die Erstellung eines Geschäftsplans bewerben. Dafür stehen bis zu 2,5 Mio. Euro pro Antrag zur Verfügung, bei Gesundheitsprojekten können es bis zu 5 Mio. Euro sein. Zusätzlich erhalten die Antragssteller bis zu 12 Coaching-Tage, um mit der neuen Idee den europäischen und nicht nur den nationalen Markt zu erobern.

In Phase 1 und 2 waren insgesamt 32 deutsche Unternehmen erfolgreich, 26 von ihnen erhalten 50.000 Euro. Dazu gehören drei Unternehmen aus Sachsen: Anvo-Systems Dresden GmbH, hapticom Dresden und Kälte-Klima-Sachsen GmbH aus Wermsdorf.

In Phase 2 konnten nur sechs deutsche Unternehmen überzeugen, darunter eines aus Sachsen, die SelfD Technologie GmbH.

Für Phase 2 waren 580 Anträge bei der Kommission eingegangen, von denen 132 die für die Förderung notwendige Punktzahl erreicht haben. Allerdings haben nur 59% der förderfähigen Anträge, es sind genau 78, von der Exekutivagentur für kleine und mittlere Unternehmen (EASME) einen positiven Förderbescheid erhalten, danach waren die zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft. Das KMU-Instrument ist ein Bottom-up-Instrument, bei dem sich jedes kleine oder mittlere Unternehmen mit einer innovativen Idee um eine Förderung bewerben kann. Diese Offenheit führt zum einen zu guten kreativen Ideen, zum anderen aber zur völligen Überzeichnung des Instruments.

Umso erfreulicher ist es, dass die SelfD Technologie GmbH mit einem Projekt zur Heimdiagnose von Infektionskrankheiten erfolgreich war. Das Unternehmen entwickelt ein Verfahren, das es erlaubt, zu Hause oder durch einen Schnelltest beim Hausarzt zu prüfen, ob eine Infektionskrankheit vorliegt. Es geht insbesondere um sexuell übertragbare Krankheiten. Da es sich um einen Projektantrag im Gesundheitsbereich handelt, geht die Förderung über die Höchstgrenze von 2,5 Mio. Euro hinaus.

Es wäre wünschenswert, wenn andere sächsische KMU von den erfolgreichen Anträgen profitieren könnten, um die sächsische Erfolgsquote noch weiter zu steigern.

Quelle: Mitteilung des Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel vom 13.01.2015