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Jedes zweite geförderte Vorhaben kommt aus Sachsen

13.09.2013
Erfolgreiche Initialkonsortien des Wettbewerbs „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ präsentieten sich im Sächsischen Wissenschaftsministerium Wissenschaftler aus dem Freistaat Sachsen haben beim Wettbewerb „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ überaus erfolgreich abgeschnitten.

Erfolgreiche Initialkonsortien des Wettbewerbs „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ präsentierten sich im Sächsischen Wissenschaftsministerium

Wissenschaftler aus dem Freistaat Sachsen haben beim Wettbewerb „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ überaus erfolgreich abgeschnitten. Fünf der zehn Gewinner-Konsortien werden von Forschern aus dem Freistaat koordiniert.

Auf Einladung von Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer präsentierten die Gewinner heute noch einmal ihre erfolgreichen Anträge. Knapp 100 Gäste erhielten von den Koordinatoren einen kurzen Einblick in die Forschungsvorhaben der nächsten sieben Jahre. Mit dieser Veranstaltung soll auch die begonnene Vernetzung aller Beteiligten weiter vertieft werden.

„Ich bin sehr erfreut über die hohe Erfolgsquote sächsischer Konsortialführer. Ganz Sachsen kann stolz darauf sein, dass sich der Freistaat als führender Standort für Forschung und Technologie in Ostdeutschland in so beeindruckender Weise behaupten konnte. Das ist zuvorderst den beteiligten Forschern aus Wissenschaft und Wirtschaft zu verdanken. Ihnen allen möchte ich zu diesem Erfolg herzlich gratulieren. Ein solches Ergebnis ist aber auch nur deshalb möglich, weil die Sächsische Staatsregierung seit über zwanzig Jahren konsequent auf Bildung, Forschung und Technologie setzt“, unterstrich die Sächsische Wissenschaftsministerin, Sabine von Schorlemer.

Der Wettbewerb „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiiert, die Siegerprojekte können nun mit einer Förderung des Bundes in Höhe von jeweils 45 Millionen Euro rechnen. Weitere neun Vorhaben hatten es in die Zwischenrunde des Wettbewerbs geschafft, davon vier unter sächsischer Führung. Diese erhalten vom Bundesforschungsministerium je eine Million Euro Förderung.

Im August 2012 wurde der Wettbewerb gestartet, insgesamt 59 Anträge aus den Neuen Ländern waren eingegangen. Eine Expertenjury unter Vorsitz des ehemaligen DFG-Präsidenten Matthias Kleiner hatte davon 19 Bewerbungen für die Endrunde ausgewählt, darunter waren neun Bewerber aus Sachsen. Damit zeigte sich bereits in der Vorrunde die hohe Qualität der von sächsischen Wissenschaftlern initiierten und koordinierten Vorhaben.

Unter den zehn Siegern sind folgende Konsortien mit sächsischer Führung:

„fast“ – fast actuators sensors and transceivers – echtzeitfähige vernetzte Sensor- und Aktorsysteme, Koordinator: Prof. Frank Ellinger, TU Dresden,

„Additiv-Generative Fertigung“ – Die 3D-Revolution zur Produktherstellung im Digitalzeitalter, Koordinator: Prof. Eckhard Beyer, Fraunhofer-IWS, Dresden,

„smart³“ ? materials – sulutions growth, Koordinator: Dr.-Ing. Welf-Guntram Drossel, Fraunhofer-IWU, Chemnitz,

„futureTEX“ – Zukunftsmodell für Traditionsbranchen in der vierten industriellen Revolution, Koordinator: Andreas Berthel, Sächsisches Textilforschungsinstitut e. V. (STFI), Chemnitz,

„C³ – Carbon Concrete Composite, Koordinator: Prof. Manfred Curbach, TU Dresden.

„Bei den Aufwendungen von Staat und Wirtschaft für Forschung und Entwicklung hat der Freistaat Sachsen zuletzt 2,92 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und damit fast die europäische Zielmarke von drei Prozent erreicht. Damit liegen wir im Bundesvergleich an fünfter Stelle hinter Baden-Württemberg, Berlin, Bayern und Hessen. Die nun zu erwartende Förderung des Bundes im Rahmen von ‚Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation‘ wird der positiven Entwicklung in Sachsen weitere wertvolle Impulse geben und einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass der Freistaat sein Ziel erreichen kann, im Jahr 2020 zu den wissenschaftlich und wirtschaftlich führenden Regionen in Europa zu zählen“, sagte die auch für Technologiepolitik im Freistaat Sachsen zuständige Wissenschaftsministerin.

Im Anschluss an die Präsentation erörterten die Teilnehmer Potenziale für Synergien zwischen den einzelnen Vorhaben sowie zwischen diesen und der übrigen sächsischen Forschungslandschaft. Dabei kamen auch die vier weiteren Anträge aus Sachsen zur Sprache, die mit einer Förderung des Bundes rechnen dürfen:

„GesundLeben – Innovative Ansätze zur Förderung und Finanzierung von Gesundheit“; Koordinator: Prof. Kai Simons, Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik, Dresden,

„Innovation in Carbon – Wandel der kohlenstoffreichen Stoff- und Energiewirtschaft zur `Low Carbon Economy`“; Koordinator: Prof. Bernd Meyer, TU Bergakademie Freiberg,

„flex+“ – Die Elektronik der Zukunft ist flexibel“; Koordinator: Prof. Karl Leo, TU Dresden und

„Energy Efficient Aviation Solutions – eine Initiative für die energieeffiziente Um- und Ausrüstung von Fluggerät“; Koordinator: Dr. Wolfgang Göhler, Kompetenzzentrum Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen/Thüringen e. V.

Die Ministerin erwähnte darüber hinaus weitere Vorhaben, die zwar nicht von sächsischen Wissenschaftler koordiniert werden, die aber eine hohe Beteiligung sächsischer Wissenschaftler aufweisen, u. a. das Hallenser Projekt „HYPOS – Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany“, in welchem es um die Umwandlung von regenerativer Energie in „grünen“ Wasserstoff geht. Vier sächsische Hochschulen und vier sächsische Fraunhofer-Institute wirken daran mit.

Das BMBF hatte es im Wettbewerb „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ zur Bedingung gemacht, dass an jedem Konsortium mindestens ein Partner aus jedem ostdeutschen Land und ein Partner aus dem Westen beteiligt sind. Dieser Ansatz soll die überregionale Vernetzung der zumeist kleinteiligen ostdeutschen Forschungslandschaft fördern.

Quelle: Medieninformation des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 13.9.2013