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Förderung von strategischen Investitionen an Fachhochschulen (FHInvest) im Rahmen des Programms "Forschung an Fachhochschulen"

10.02.2016
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen des Programms "Forschung an Fachhochschulen" mit dieser Richtlinie strukturbildende Projekte mit Investitionen in Forschungsgeräte, Forschungsanlagen und Demonstratoren.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen des Programms "Forschung an Fachhochschulen" mit dieser Richtlinie strukturbildende Projekte mit Investitionen in Forschungsgeräte, Forschungsanlagen und Demonstratoren mit dem Ziel, die an den FH und den mit ihnen kooperierenden Unternehmen bereits existierenden Forschungs- und Innovationspotenziale weiter zu profilieren und dem technologischen Wandel anzupassen. Um dieser Rolle auch zukünftig gerecht zu werden und sich neuen technologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Digitalisierung stellen zu können, bedarf es einer modernen themenbezogenen apparativen Ausstattung. Hierzu will der Bund durch diese Richtlinie beitragen.

Ergänzend zur bisherigen Forschungsförderung an FH bietet das BMBF mit dieser Richtlinie den FH die Möglichkeit, mit Hilfe von Investitionsprojekten zur Bereitstellung und Anwendung von Forschungsgeräten, -anlagen und Demonstratoren, die eigene strategische Position zu stärken bzw. auszubauen und ihren Beitrag zur Umsetzung der Hightech-Strategie (HTS) 2020 insbesondere in den Bereichen Industrie 4.0 oder Digitalisierung der Arbeitswelt zu erhöhen bzw. zu verstetigen. Die Investition kann hierbei auch aus mehreren Teilkomponenten bestehen, die allerdings im Sinne einer Forschungsanlage oder eines Demonstrators in einem sachlogischen Zusammenhang stehen müssen. Die Förderung soll konkret dazu dienen,

  • durch Bereitstellung bzw. Einsatz dieser Forschungsgeräte, -anlagen und Demonstratoren das eigene Forschungsprofil bedeutend zu erweitern und damit die Attraktivität für Kooperationen zu erhöhen,
  • den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft, insbesondere KMU, zu erleichtern sowie
  • das Engagement von Unternehmen, insbesondere KMU, für FuEuI¹-Kooperationen mit FH zu erhöhen.

Mit der Stärkung der Forschungsinfrastruktur soll ein entscheidender Mehrwert und Qualitätsschub für den Technologie- und Innovationstransfer generiert werden. Baumaßnahmen oder aus Mitteln der Grundfinanzierung zu bestreitende Investitionen sind nicht Gegenstand dieser Förderung.

Fördervoraussetzung ist u. a. der Nachweis bereits vorhandener hoher Forschungskompetenz in dem Forschungsbereich, der mit Hilfe des beantragten Investitionsprojekts unterstützt werden soll. Dieser Nachweis kann erbracht werden insbesondere durch zum Zeitpunkt der Antragseinreichung laufende FuEuI-Projekte der FH mit Bezug zu dem durch die geplante Investition zu unterstützenden Themenfeld, die über Drittmittel im erheblichem Umfang (Größenordnung ca. 500 000 Euro) gefördert werden.

Anträge mit Vorschlägen für Investitionsprojekte werden im Begutachtungsverfahren dann prioritär beurteilt, wenn sie in den Verwertungsplänen und -strategien nachvollziehbare und belastbare Aussagen zur Translation der zu erwartenden Erkenntnisse in die Anwendung machen und darstellen, wie sich diese künftig in einem auch für die Forschung und Lehre tragfähigen Rahmen niederschlagen sollen.
Besonders erwünscht sind Ideen zu Investitionsprojekten, bei denen die geplanten Forschungsgeräte, -anlagen und Demonstratoren mit weiteren Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft genutzt werden sollen. Eine Kofinanzierung der Forschungsgeräte, -anlagen und Demonstratoren durch Partner oder andere Zuwendungsgeber/Dritte im Wege der Anteilsfinanzierung ist von Vorteil.

Weitere Informationen

Quelle: Bekanntmachung des BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 10.2.2016