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BMBF: Förderung von „Kompetenzcluster der Ernährungsforschung“ zur Verbesserung des Gesundheitsstatus in Deutschland

13.06.2013
Gefördert werden drei bis vier regional fokussierte Kompetenzcluster mit internationaler Sichtbarket und überdurchschnittlichem wissenschaftlichen Output über einen Zeitraum von zwei mal drei Jahren. Die Kompetenzcluster sollen thematisch fokussiert und auf Problemlösungen ausgerichtet sein.

Gefördert werden drei bis vier regional fokussierte Kompetenzcluster mit internationaler Sichtbarkeit und überdurchschnittlichem wissenschaftlichen Output über einen Zeitraum von zwei mal drei Jahren. Die Kompetenzcluster sollen thematisch fokussiert und auf Problemlösungen ausgerichtet sein.
Sie sollen wesentliche Beiträge zu den im Aktionsplan Präventions- und Ernährungsforschung und in der Strategic Research Agenda der JPI HDHL (http://www.healthydietforhealthylife.eu/index.php/about-hdhl/strategic-research-agenda) genannten drängenden gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Fragestellungen leisten.

Ferner sollen sie dazu beitragen, die gesundheitsfördernde Ernährung zu verbessern und das Auftreten ernährungsassoziierter Erkrankungen zu verringern.

Die an einem Kompetenzcluster beteiligten Forschungseinrichtungen sollen ihre strategische Planung strukturieren und fokussieren, um über Fachdisziplinen hinweg und unter Einbezug der Wirtschaft ihrem Kompetenzcluster ein international anerkanntes Alleinstellungsmerkmal zu geben.

Ein Kompetenzcluster sollte folgende Anforderungen erfüllen:

  1. Interdisziplinäre Bearbeitung eines unter Anwendungsgesichtspunkten wichtigen Forschungsfelds der Ernährungsforschung,
  2. Koordinierung und Bündelung der vorhandenen Expertisen durch geeignete Maßnahmen,
  3. Einbezug der Wirtschaft und Einrichtung eines Innovationsbüros zur Mobilisierung der unternehmerischen Innovationskraft und zur Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers,
  4. Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch nachhaltige Etablierung einer Nachwuchsgruppe,
  5. Auf- und Ausbau internationaler Kooperationen insbesondere mit Partnern der Joint Programming Initiative "A Healthy Diet for a Healthy Life" (JPI HDHL).

Genderaspekte in der Forschung sollen gestärkt werden und integraler Bestandteil der Forschungsstrategie der Verbünde sein. Genderaspekte sind daher in angemessener Weise zu berücksichtigen. Sind geschlechtsspezifische Aspekte für das Forschungsgebiet bzw. einzelne Forschungsprojekte relevant, müssen diese adäquat berücksichtigt werden. Es ist zu begründen, wenn geschlechtsspezifische Aspekte nicht einbezogen werden sollen.

Es werden interdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungskonzepte gefördert, die einen wichtigen Beitrag zur Präventions- und Ernährungsforschung im Hinblick auf ernährungsassoziierte Erkrankungen leisten. Angesprochen werden dabei neben der Ernährungswissenschaft, Biologie und Medizin (z. B. Molekularbiologie, Biochemie, Physiologie, Neurobiologie, Ernährungsmedizin, Innere Medizin, Pharmakologie, Psychologie, Ökologie) die Lebensmitteltechnologie und -analytik sowie die Geistes- und Sozialwissenschaften. Es sollen vorrangig Projektkonzepte vorgeschlagen werden, die ernährungswissenschaftlich relevante Themen aus folgenden Bereichen aufgreifen:

  • Biomedizinische und ernährungsphysiologische Fragen, z. B. Wie wirken Lebensmittelinhaltsstoffe bzw. komplexe Lebensmittel auf molekularer Ebene, auf die Stoffwechselsituation und regulierende biologische Systeme? Welche Rolle spielt die individuelle genetische Ausstattung?
  • Wechselwirkung von Ernährung und Krankheitsentstehung, z. B. Was sind Determinanten für die Entstehung bzw. den Verlauf ernährungsassoziierter Erkrankungen? Welche Auswirkungen hat die Ernährungssituation in der pränatalen bzw. frühkindlichen Phase?
  • Soziokulturelle, psychologische, kommunikationswissenschaftliche und sozioökonomische Fragestellungen, z. B. Welche Auswirkungen hat das gesellschaftliche, kulturelle und ökonomische Umfeld auf das Ernährungsverhalten? Was sind geeignete Modulatoren, was sind Präventionshindernisse? Welche Faktoren bestimmen Verbraucherverhalten und -akzeptanz, wie werden Trends gesetzt? Welchen Einfluss haben ethische, rechtliche und politische Rahmenbedingungen?
  • Entwicklung zielgruppengerechter Strategien zur positiven und nachhaltigen Beeinflussung des Ernährungsverhaltens sowie Schaffung von wissenschaftlichen Grundlagen für eine Verbesserung der Rezeptur von verarbeiteten Lebensmitteln in gesundheitlicher Hinsicht, z. B. Entwicklung gesünderer Lebensmittel, die vom Verbraucher akzeptiert werden, durch veränderte Zusammensetzungen, Entwicklung zielführender Kommunikationsstrategien von Ernährungsempfehlungen.

Antragsberechtigt sind deutsche, staatliche und nicht-staatliche Hochschulen, Kliniken und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit FuE-Kapazität in Deutschland, darunter insbesondere auch KMU (die Definition für KMU der Europäischen Gemeinschaft ist unter http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sme/facts-figures-analysis/sme-definition/index_de.htm einzusehen).

Weitere Informationen und Antragsformulare