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20 Jahre Dresdener Gesprächskreis der Wirtschaft und Wissenschaft

05.11.2013
Der Dresdener Gesprächskreis der Wirtschaft und Wissenschaft e.V. versteht sich als ein „Transferforum, das Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch Politik, Kultur und andere gesellschaftliche Gruppen zum gegenseitigen Nutzen zusammenführt.“ Hier soll durch den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie eine Brücke geschlagen werden, um Forschungsergebnisse für die Industrie zugänglich zu machen und in Produkte zu überführen.
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Dieser Gesprächskreis war vor 20 Jahren eine echte Innovation, die genau das richtige Momentum zur Etablierung abgepasst hat. Doch neben allem Lob über positive gesamtwirtschaftliche Entwicklungen in Sachsen und die hervorragende Forschungslandschaft speziell in der Region Dresden wurden – wie im Gesprächskreis gewohnt – kritische Stimmen laut: So muss nach Dr. Matthias Rößler, Präsident des Sächsischen Landtags, vor allem strukturelle Verbesserungen in Kooperation der Technologietransferstellen und Unternehmen, im demografischen Mangel an Fachkräften und einer zunehmenden Internationalisierung in Richtung Mittel- und Osteuropa vorgenommen werden. Steuerentlastungen für Forschung in Unternehmen ist hier nur eine von vielen notwenigen Maßnahmen.

Jörg Geiger, Leiter der Abteilung Forschung und Technologie beim Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK), betonte die sehr gute Drittmitteleinwerbung der Forschungseinrichtungen. In Relation zu der Grundfinanzierung der Hochschulen ist Dresden hier vergleichbar mit Berlin und Bremen. Dennoch sind nur ein Drittel dieser Mittel von Unternehmen gestemmt. Hier ist noch Potenzial nach oben.

Einen deutlich globalen Blick auf die Entwicklungen des sächsischen Technologietransfers nahm Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, ein. Exemplarisch beschrieb der die Spitzenposition der Mikroelektronik in Dresden: Mit ca. 10 Mrd. Euro wird rund ein Viertel der europäischen Wertschöpfung der Mikroelektronik allein in Sachsen erzielt.

Dass diese Erfolge nicht abreißen, versprechen die gut 150 interessierten Meinungsträger der Region, die an den Feierlichkeiten teilnahmen, sowie die Auszeichnung zweier herausragender Promotionen.